Aktienmärkte gut unterstützt

Aktienmärkte weiterhin sehr fest

Die globalen Aktienmärkte präsentieren sich weiterhin sehr fest, wenngleich die Dynamik der Kurszuwächse sichtlich nachgelassen hat. Das ist schon recht bemerkenswert, zumal sich die amerikanische Notenbank seit ihrer Sitzung am 16. Juni nicht mehr ganz so "taubenhaft" gibt und den Startschuss für Leitzinserhöhungen nunmehr bereits für 2023 erwartet.

 

Drei Indizes de facto auf Höchststand

Im Juni präsentieren sich die Aktienindizes der globalen Leitbörsen bis dato sehr viel stabiler, nachdem es ja noch im Mai zeitweise recht holprig zugegangen ist. Mit dem deutschen Index DAX, dem europäischen Euro STOXX 50 und dem amerikanischen Nasdaq 100 befinden sich drei Indizes de facto auf dem höchsten Stand der letzten Jahre und eine ganze Reihe weiterer Aktienbarometer ist zumindest knapp daran.

Heiß diskutierte Themen wie die Mindestbesteuerung von multinational agierenden Großkonzernen, der Inflationsanstieg oder die seit Jahresbeginn spürbar angestiegenen Anleiherenditen sind entweder vergessen oder den Börsianerinnen und Börsianern momentan schlichtweg egal.

In Bezug auf die letzten beiden hier angeführten Punkte wurde schon gespannt erwartet, wie wohl die amerikanische Notenbank reagieren würde. Und sie hat reagiert, zumindest ein Stück weit: Einerseits wurde die Tapering-Diskussion gestartet und das „Reden über das Reden über das Tapering“ ad acta gelegt. Andererseits zeigen die aktualisierten Wirtschaftsprognosen, dass nun eine Mehrheit im Offenmarktausschuss einen ersten Zinsschritt bereits im Jahr 2023 als wahrscheinlich erachtet.

 

Notenbankpolitik keine dauerhafte Belastung

Und wie reagieren die Börsen auf das solcherart geänderte Notenbankverhalten? Zunächst einmal klassisch, nämlich mit leichten Abschlägen bei den amerikanischen Indizes. Doch schon tags darauf drehte sich das Sentiment und nahezu rund um den Erdball konnten die Kurse wieder zulegen.

Der Einstieg in eine weniger lockere Geldpolitik der amerikanischen Notenbank muss die Börsen nicht dauerhaft belasten. Zwar zeigt sich ein gewisser, nicht zu verleugnender Zusammenhang zwischen Notenbankbilanz und Entwicklung am Aktienmarkt; wenn es jedoch zunächst einmal lediglich um die Rücknahme des Ausmaßes an Notenbankkäufen – und damit Bilanzausweitung – geht, dann kann man daraus zwar vielleicht eine weniger starke zukünftige Dynamik am Aktienmarkt ableiten. Kurzfristig kann die Konkretisierung der geldpolitischen Wende in den Spätsommermonaten noch einmal zum Belastungsfaktor werden.

 

Vorübergehende Rücksetzer möglich

Also nichts passiert? Nein, nicht ganz. Einen klaren Verlierer gab es: den Goldpreis. Dieser hat ja lange Zeit von zunehmenden Inflationsängsten profitiert, kann nun aber mit der Möglichkeit steigender Zinsen wenig anfangen. Die Folge ist ein recht rapider Rückschlag. Eine nicht unähnliche Bewegung hat auch der Silberpreis vollzogen.

Die gegebene Kombination aus Gewinnwachstumsdynamik, Konjunkturoptimismus und Öffnungsfantasie scheint eingepreist. Gerade in den volatilen, von weniger Börsenhandelsumsatz geprägten Sommermonaten kann es aber schnell auch einmal zu einem vorübergehenden Rücksetzer kommen.

 

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Juni 2021, Quelle Raiffeisen Research, Bild Deutsche Börse