RLB NÖ-Wien: Entwicklung des operativen Geschäfts im ersten Halbjahr 2016 plangemäß

Ergebnis dreht wegen Abschreibung des RZB-Buchwertes ins Minus.

 
  • Konzernergebnis wegen Abschreibung des RZB-Buchwerts in der Höhe von -100 Mio. Euro mit -73,4 Mio. Euro im Minus (30.06.2015: 131,3 Mio. Euro)
  • Operatives Geschäft entwickelt sich trotz Auswirkungen der Negativzinsphase plangemäß
  • Kapitalquoten stabil: Common Equity Tier 1 Ratio: 13,0% (VJ: 13,8%), Total Capital Ratio: 20,3% (VJ: 20,3%)
  • Konzern-Bilanzsumme stichtagsbezogen leicht erhöht auf 28,6 Mrd. Euro (31.12.2015: 27,7 Mrd. Euro)

 

Wien, 27. September 2016.

Die operative Geschäftsentwicklung der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien AG (RLB NÖ-Wien) wurde im ersten Halbjahr 2016 zwar durch die Negativ-Zinsphase gedämpft, verlief aber plangemäß. Der Zinsüberschuss lag mit 91,9 Mio. Euro etwas unter dem Vorjahresniveau (VJ: 94,0 Mio. Euro). Die Kreditvergabe blieb insgesamt marktbedingt unverändert. Deutlich erhöht haben sich die Kundeneinlagen (plus 9,1%).

Die Kostenseite war im ersten Halbjahr 2016 erheblich durch die Aufwendungen für die Umsetzung des Projekts „Eine IT für Raiffeisen“ belastet. Ebenfalls negativ wirkten sich die schon im ersten Halbjahr mit dem Gesamtjahresbetrag ergebniswirksame Dotierung des europäischen Abwicklungsfonds und die Stabilitätsabgabe aus.

Abschreibung des RZB-Buchwerts beeinträchtigt Halbjahresergebnis

Ausschlaggebend für den Konzernperiodenfehlbetrag nach Steuern von -73,4 Mio. Euro (VJ: 131,3 Mio. Euro) war die at Equity Konsolidierung der 34,7%-igen Beteiligung an der Raiffeisen Zentralbank Österreich (RZB). Der Ergebnisbeitrag der RZB reduzierte sich v.a. durch den Verkauf eines wesentlichen Aktienanteils an der UNIQA signifikant auf nur mehr 4,1 Mio. Euro (VJ: 77,2 Mio. Euro). Dies verursachte auch maßgeblich eine zusätzliche Abschreibung des RZB-Buchwerts (Impairment) in der Höhe von -100,0 Mio. Euro, wodurch das Konzern-Halbjahresergebnis der RLB NÖ-Wien ins Minus drehte.

Entwicklung der Geschäftsfelder

Das Kommerzkundengeschäft der RLB NÖ-Wien bilanziert mit 62,5 Mio. Euro weiterhin auf hohem Niveau, die Ergebnisse der Geschäftsfelder „Privat- und Gewerbekunden“ sowie „Finanzmärkte“ sind angesichts der Negativzinsphase mit 8,0 Mio. Euro beziehungsweise 5,6 Mio. Euro naturgemäß schwächer. Im Segment „Sonstiges“ entstanden Kosten in der Höhe von -37,1 Mio. Euro. Der mit -121,2 Mio Euro negative Beitrag des Geschäftsfelds „Beteiligungen“ (dieses umfasst im Rahmen der RLB NÖ-Wien v.a. die RZB) enthält die Auswirkung der at Equity Konsolidierung der 34,7%igen Beteiligung an der RZB.

Beim dargestellten Konzern-Halbjahresergebnis handelt es sich nur um jenes der RLB NÖ-Wien. Nicht einbezogen sind daher die Industriebeteiligungen. Sie sind in der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien, die auch Mutter der Bank ist, gebündelt.

Bilanzsumme stichtagsbezogen leicht erhöht

Die Konzern-Bilanzsumme erreichte stichtagsbezogen 28,6 Mrd. Euro (31.12.2015: 27,7 Mrd. Euro).

Kapitalquoten stabil
Die RLB NÖ-Wien ist Bestandteil der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien Kreditinstitutsgruppe. Die Kapitalquoten blieben trotz hoher Abschreibung des RZB-Buchwertes dank konsequenter Kapitaloptimierung im 1. Halbjahr stabil. So liegt die aktuelle harte Kernkapitalquote (Common Equity Tier 1) per 30.6.2016 bei 13,0% (VJ: 13,8%). Die Gesamtkapitalquote (Total Capital Ratio) beträgt 20,3% (VJ: 20,3%). Bei einer fully loaded Betrachtung liegt die Common Equity Tier 1 Ratio zum Stichtag 30.6.2016 bei 12,6% (VJ: 12,7%), die Total Capital Ratio bei 17,0% (VJ: 15,5%).


Die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG (RLB NÖ-Wien) ist eine Regional-, Verbund- und Kommerzbank. In Wien berät und serviciert sie ihre Kunden an insgesamt 40 Standorten. Die RLB NÖ-Wien ist die Verbundbank von Raiffeisen NÖ-Wien. Als Spitzeninstitut unterstützt und berät sie die 60 eigenständigen nö. Raiffeisenbanken. Gemeinsam betreuen sie rund 1,2 Mio. Kunden umfassend in allen Finanzfragen.


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