28.06.2021 - Dem Klima gerecht

AGRANA auf dem Weg in Richtung Klimaneutralität

Dem Klima gerecht
© Damircudic

Unternehmen bekennt sich zur Dekarbonisierung

Mit dem Pariser Klimaschutzabkommen steht die Zielmarke für den Klimaschutz völkerrechtlich verbindlich fest: Die Erderwärmung soll auf deutlich unter 2 Grad, wenn möglich auf 1,5 Grad, begrenzt werden. Auch der Industrie kommt eine besondere Verantwortung zu, für die Erreichung dieser Ziele einen Beitrag zu leisten. Daher hat AGRANA einen Plan mit konkreten Projekten entwickelt, um bis 2040 CO2-Neutralität in der Produktion zu erreichen. Bis 2050 sollen auch die in der vorgelagerten Wertschöpfungskette entstehenden Emissionen netto null und unsere Produkte damit klimaneutral sein. AGRANA, als energieintensiver Veredler agrarischer Rohstoffe, ist beim Klimawandel Betroffener, Teil des Problems, aber auch seiner Lösung. Das Unternehmen bekennt sich zur Dekarbonisierung bis 2050 und arbeitet an einer stufenweisen Umsetzung. Bereits jetzt leisten AGRANAs Produkte, wie Bioethanol, Thermoplastische Stärken und Eiweißfuttermittel, durch den Ersatz fossiler Produkte und Erzeugung in einer Kreislaufwirtschaft einen bedeutenden Klimaschutzbeitrag. Weitere Energieeffizienzmaßnahmen in der AGRANA-Produktion werden auf Basis heute verfügbarer Technologien nur einen begrenzten Beitrag zur Dekarbonisierung leisten können. Nur durch einen Umstieg auf erneuerbare Energieträger kann bilanzielle CO2-Neutralität erreicht werden.

Dr. Norbert Harringer, Technik-Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG: "AGRANA hat für die Dekarbonisierung einen Plan mit konkreten Projekten. Bis 2040 wollen wir die Treibhausgasemissionen aus unseren Produktionsanlagen (Scope 1+2) auf netto null reduzieren. Diese große Herausforderung soll in vier Teilschritten zu jeweils fünf Jahren bewältigt werden. - 25% bis 2025 lautet das Ziel für die erste Dekarbonisierungsetappe bis Ende des Geschäftsjahres 2025/26. Wesentliche Maßnahmen für die Erreichung dieses Zwischenziels werden neben laufenden Energieeffizienzmaßnahmen, der Ausstieg aus Kohle in den letzten beiden mit diesem Primärenergieträger betriebenen Werken sowie ein umfassendes Grünstrompaket sein. Ab 2025 wird Biomassenutzung statt Erdgas verstärkt in den Fokus unserer weiteren Dekarbonisierungsüberlegungen rücken. Rohstoffbestandteile mit niedrigem Proteingehalt, die bisher zu Futtermitteln verarbeitet wurden, könnten zukünftig energetisch genutzt werden -bestimmte wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen wie z. B. einen entsprechenden CO2-Preis vorausgesetzt."
 

Ziel bis 2050: CO2-Neutralität (Scope 1+2+3)

Spätestens ab 2030 sollen -nach entsprechenden internen und externen Vorbereitungen - ein strukturiertes Emissionsmanagement und Reduktionsmaßnahmen für unsere Lieferkette eingeführt werden, um bis 2050 über die gesamte Wertschöpfungskette nachweislich klimaneutral zu arbeiten. Daher hat AGRANA heuer ein Projekt zur strukturierten Erfassung auch der vorgelagerten Scope 3-Emissionen gestartet. Bis 2030 sollen gemeinsam mit AGRANAs Lieferanten und Partnern Reduktionsmaßnahmen entwickelt werden, um letztlich über die gesamte Kette CO2-neutrale Produkte anbieten zu können.

  • Scope 1 = direkte Emissionen aus dem Einsatz von Primärenergieträgern im Produktionsprozess (v.a. Erdgas/LNG, Kohle)
  • Scope 2 = indirekte Emissionen durch den Einsatz von zugekauften Sekundärenergieträgern (v.a. Strom, Dampf)
  • Scope 3 = Emissionen aus der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (z.B. Rohstoffanbau, Transport, Mitarbeitermobilität, Geschäftsreisen)

Quelle: Raiffeisenzeitung
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