Bauen in Hanglage

Bauen in Hanglage

 

In vielen Regionen Österreichs sind ebene Gründe Mangelware. Da wird Bauen in Hanglage zum Thema. Hanggrundstücke bieten gewisse Herausforderungen, haben aber auch so manche Vorteile.

Wenn der Blick in die Ferne schweifen kann und das Grundstück fast den ganzen Tag im Sonnenlicht liegt, dann ist man - die richtige Hanglage vorausgesetzt – garantiert nicht auf der Schattenseite des Wohnlebens gelandet. Häuser in Hanglage können ihren Besitzern durchaus einige Annehmlichkeiten bieten. Freilich gilt dabei: Gründliche Planung und noch gründlichere Vorbereitung ist beim Bauen in Hanglage Pflicht.

  • Der prüfende Blick auf das Grundstück sollte bei einer Hanglage noch genauer als sonst ausfallen. Um ein Bodengutachten werden Sie in den meisten Fällen nicht herumkommen. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie stabil der Untergrund ist und ob eventuell Hangrutschungen drohen. Stehen auf dem Hang bereits ältere Häuser, so fragen Sie am besten deren Besitzer, ob es jemals irgendwelche Probleme gegeben hat.
  • Die ideale Ausrichtung: Optimal sind natürlich Südhänge. Diese Grundstücke sind hell und eignen sich auch hervorragend, um die Möglichkeiten der Sonnenenergie (Photovoltaik oder Solarthermie) bestmöglich auszunutzen. Im Sommer kann freilich die Sonne zu viel des Guten werden, weshalb spezielle Sonnenschutzsysteme oder Verglasungen anzuraten sind.
  • Wasser kann nicht nur während der Bauphase, sondern auch später zu Problemen führen. Deshalb werden hangaufwärts Drainagen angebracht, die abfließendes Wasser ableiten. Wird das Wasser nicht in die Kanalisation abgeleitet, so führt dies nicht selten zu zumindest angeregten Diskussionen mit dem "darunterliegenden" Nachbarn.
  • Die Bauweisen: Architekten stellen bei Hanglagen naturgemäß gerne ihre Kreativität unter Beweis. Eine Variante sind Stelzenbauweisen, bei denen der vordere Teil des Erdgeschosses auf Stelzen errichtet ist. Möglich ist auch, das Haus in das abfallende Grundstück "hineinzugraben". Bei der "Split-Level-Bauweise" wird der Grundriss geteilt: Die einzelnen Stockwerte sind zueinander verschoben und folgen dem unterschiedlichen Höhenniveau.

Wenn Sie ein derartiges Bauvorhaben beginnen, dann verschaffen Sie sich gemeinsam mit einem Planer, Architekten oder Baumeister zu Beginn einen möglichst genauen Überblick über die auf Sie zukommenden Kosten. Über die Finanzierung sprechen Sie mit Ihrem Raiffeisenberater. Lassen Sie sich über alle in Frage kommenden Möglichkeiten und auch über die aktuellen Förderungen informieren.

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