Schutz vor Lärm

Viele Menschen fühlen sich durch Lärm belästigt.

Viele Menschen fühlen sich durch Lärm von der Straße, von dem angrenzenden Grundstück oder aus der Nachbarwohnung belästigt. Doch was tun?

Wer ein neues Haus plant, kann ausreichenden Lärmschutz bereits bei der Planung mitberücksichtigen. In einem bestehenden Gebäude müssen die Schallbrücken gefunden und beseitigt werden.


Bauplanung

Werden Nebenräume  auf die Straßenseite gelegt, können diese als Lärmpuffer dienen. Ist das Haus an einer stark frequentierten Straße gelegen, sollten an der Straßenfront möglichst wenige Fenster eingeplant werden und diese stark schalldämmend sein. Ein straßenseitiger Garten benötigt nicht nur einen Sicht- sondern meistens auch einen Lärmschutz. Dafür eignen sich hervorragend höhere Hecken – am besten aus robusten Wildgehölzen. Eine Alternative dazu ist eine Lärmschutzwand – auch diese kann bepflanzt werden.

Bei der Raumanordnung sollten ebenfalls einige Punkte beachtet werden: So sollten Schlafräume nicht an Stiegenhäuser oder Gänge grenzen und Wände, die Sanitärinstallationen führen, wiederum nicht an Schlafräume grenzen. Räume mit gleicher Nutzung sollten nebeneinander bzw. übereinander liegen.


Nachträgliche Schallschutzmaßnahmen

Lärm aus den Nachbarwohnungen oder dem Nachbarhaus zählt zu den häufigsten Störfaktoren. Wer sich künftig nicht mehr über Handwerksgeräusche, Hundegebell, laute Musik, ausgelassene Partys oder lärmende Kinder ärgern will, sollte über den Einbau von Lärmschutzmaßnahmen nachdenken.

Um den Lärm wirksam zu bekämpfen, müssen Sie zuerst eruieren, wo sich die Lärmquelle befindet. Die Schallübertragung kann nicht nur über Wände und Decken, sondern auch über Kamine und Installationsschächte erfolgen.

Durch das Einziehen einer abgehängten Decke kann der Schallschutz deutlich verbessert werden. Dabei werden Gipskartonplatten an der Decke montiert und der Hohlraum mit Dämmmaterial gefüllt. Es werden mittlerweile spezielle Akustikdeckenelemente angeboten, die den Schallschutz optimieren und gleichzeitig optisch ansprechend gestaltet sind. Noch effektiver ist es, zusätzlich Vorsatzschalen an den Wänden anzubringen: Eine Unterkonstruktion aus Holz oder Metall wird an der Wand befestigt und die Hohlräume werden mit Mineralwolle gefüllt. Auf die Unterkonstruktion werden Gipskartonplatten geschraubt und die Oberfläche verspachtelt und gestrichen oder tapeziert.

Die Trittschallübertragung aus der eigenen Wohnung kann durch Trockenestrich und Mineralwolledämmung im Fußboden deutlich verringert werden. Diese Maßnahme ist allerdings in der Regel nur im Rahmen einer umfangreichen Renovierung oder eines Neubaus umsetzbar.

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