Steuern bei Aktien und Fonds

Wenn Sie in Wertpapiere investieren, dann kommen Sie auch um das Thema Steuern nicht herum. Informieren Sie sich über die wesentlichen steuerlichen Bestimmungen bei Aktien und Fonds.

Allgemeine Tipps für Ihre Anlage in Wertpapieren

Risikobewusstsein

Mit einer Geldanlage in Wertpapiere können Sie eventuell höhere Erträge lukrieren. Seien Sie sich aber auch des Risikos bewusst, das bis zum Totalausfall des Investments führen kann.

Anlage aufteilen

Setzen Sie bei der Geldanlage nicht nur auf ein Produkt oder eine Anlageklasse, sondern teilen Sie Ihr Geld auf. Sorgen Sie in Ihrem Depot für eine gute Mischung.

Anlagehorizont beachten

Beachten Sie den Anlagehorizont, also die Zeit, wie lange Sie in ein Produkt investiert bleiben sollten. Ein längerer Anlagehorizont bedeutet, dass das Geld längere Zeit gebunden ist. 

Paar zu Hause mit Laptop
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Was wird besteuert?

Besteuert werden nicht nur die Erträge bei Aktien (Dividenden) und Fonds, sondern auch realisierte Kursgewinne. Das heißt, wenn Sie bestimmte Aktien oder Fondsanteile mit Gewinn verkauft haben, dann ist dieser Gewinn zu versteuern. Die Höhe der so genannten Wertpapier-KESt beträgt übrigens 27,5 Prozent (die Hälfte des aktuellen Spitzensteuersatzes bei der Einkommensteuer). 

Für die jährlich anfallenden Erträge (Dividenden bei Aktien; Zinsen, Dividenden und sonstige Erträge bei Fonds) wird die KESt ohne Ihr weiteres Zutun automatisch von der abzugsverpflichteten Stelle (etwa Ihrer Bank) an das Finanzamt abgeführt.

Frau mit Laptop beim Telefonieren
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Können Sie die Abgaben verringern?

Sie können die Steuern verringern, indem Sie bestimmte Posten gegenrechnen. Spesen oder Transaktionskosten für Kauf oder Verkauf fallen allerdings nicht darunter. Sie können aber realisierte Verluste bei An- und Verkauf von Aktien- oder Fondsanteilen mit realisierten Gewinnen bei An- und Verkauf im selben Jahr gegenrechnen.

Die Kursgewinnbesteuerung gilt übrigens nicht für Wertpapiere aus dem so genannten Altbestand. Aktien und Fondsanteile, die Sie vor dem 1. Jänner 2011, und Anleihen und Zertifikate, die Sie vor dem 1. April 2012 erworben haben, unterliegen nicht der Kursgewinnbesteuerung.