Tipps und Infos zur Arbeitnehmerveranlagung

Arbeitnehmerveranlagung

Bei der Arbeitnehmerveranlagung geht es seit dem Vorjahr "automatisch". In manchen Fällen kann es aber nützlich sein, die Angelegenheit selbst in die Hand zu nehmen.

Mit der Arbeitnehmerveranlagung gibt es Geld zurück vom Finanzamt. Sehr viele Steuerzahlerinnen und Steuerzahler haben aber in der Vergangenheit die Möglichkeiten, die Ihnen das Steuerrecht bietet, gar nicht genutzt und sind deshalb um mögliche Steuerrückzahlungen umgefallen.

Durch die seit dem Vorjahr mögliche so genannte antraglose Arbeitnehmerveranlagung soll sich das ändern. Bei all jenen, die in der ersten Jahreshälfte keine Arbeitnehmerveranlagung gemacht haben und bei denen anzunehmen ist, dass Sie in den Genuss einer Steuergutschrift kommen werden, wird das Finanzamt von selbst tätig. In der zweiten Jahreshälfte informiert die Finanzverwaltung jene Personen, bei denen eine antraglose Arbeitnehmerveranlagung durchgeführt wird. Wenn Sie auch zu dieser Gruppe gehören, dann werden Sie in einem Schreiben um Überprüfung Ihrer Kontodaten ersucht und die Steuergutschrift wird dann auf Ihr Konto überweisen.
 

Wenn Sie die Sache selbst in die Hand nehmen

Wenn Sie mit dem, was die Finanz Ihnen überweisen will, nicht einverstanden sind, dann führen Sie einfach selbst die Arbeitnehmerveranlagung durch. Sie haben dafür ausreichend Zeit - insgesamt fünf Jahre lang. Sie können also auch nachträglich Werbungskosten oder außergewöhnliche Belastungen von der Steuer abschreiben. Wenn Sie das machen, dann hebt das Finanzamt seinen eigenen Bescheid auf und stellt einen neuen Steuerbescheid auf Basis Ihrer Angaben aus.
 

Sie haben Ihre Arbeitnehmerveranlagung vergessen?

Wie erwähnt gibt es die antraglose Arbeitnehmerveranlagung seit dem Vorjahr (2017). Vielleicht ist manchen erst jetzt bewusst geworden, dass sie auf die Arbeitnehmerveranlagungen der Vorjahre vergessen haben. Sie können aber aufgrund der Fünf-Jahres-Frist Ihre Arbeitnehmerveranlagungen noch bis ins Jahr 2013 zurück "nachholen". Das müssen Sie selbst machen, denn in den Jahren 2013, 2014, 2015 und 2016 gab es die antraglose Arbeitnehmerveranlagung noch nicht.
 

Tipp: "Alte" Versicherungen und Wohnkredite noch absetzbar

Die so genannten Topf-Sonderausgaben, in deren Rahmen Ausgaben für Wohnraumschaffung und freiwillige Personenversicherungen abgesetzt werden konnten, sind gestrichen. Allerdings: Wenn Sie die entsprechenden Verträge bis Ende 2015 abgeschlossen haben, dann können Sie die Ausgaben noch bis einschließlich 2020 abschreiben.

Spezialfragen bei Ihren steuerlichen Angelegenheiten besprechen Sie jedenfalls mit Ihrem Steuerberater. Von Ihrem Raiffeisenberater erfahren Sie, welche Veranlagungs- und Vorsorgeprodukte welche steuerlichen Aspekte nach sich ziehen.

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