Thermische Sanierung: Die Vorteile im Überblick

Thermische Sanierung

Wollen Sie ein Auto fahren, das 18 Liter auf 100 km benötigt? Nein? Viele von uns wohnen jedoch in derartigen "18-Liter-Häusern".

Mit der thermischen Sanierung Ihres Hauses können Sie bares Geld sparen. Worum es dabei geht, wird beim Blick auf den in Österreich vorherrschenden Altbausbestand deutlich. Jedes Gebäude kann anhand seiner Energiekennzahl (Heizwärmebedarf / EKZ) beurteilt werden. Die EKZ misst den Heizenergiebedarf pro m2 Bruttogeschoßfläche und Jahr.

Ein durchschnittlicher Altbau hat hierzulande eine EKZ von 185 kWh/m2a – dies ist in etwa vergleichbar mit einem Auto, das 18 Liter Treibstoff auf 100 km Fahrt benötigt. Eine derartige Energieverschwendung würde wohl kein Autobesitzer mehr hinnehmen. Der Stand der Dinge ist ein Treibstoffverbrauch von fünf bis sechs Litern. Das bedeutet eine EKZ von 50 bis 60 kWh/m2a. So schreiben auch die aktuellen Bauordnungen der Bundesländer eine Energiekennzahl von unter 54,4 kWh/m2a vor. Um in den Genuss einer Wohnbauförderung zu kommen, muss dieser Wert noch unterboten werden. In Niederösterreich etwa darf die Energiekennzahl nicht größer als 36 sein. Niedrigstenergiehäuser kommen auf eine EKZ von unter 25, Passivhäuser auf eine von unter 10.

Wie aber kann die Energiekennzahl verbessert werden? Das Zauberwort heißt hierbei Wärmedämmung. Damit können Sie die Heizkosten entscheidend senken.


Das bringt die thermische Sanierung

  • Niedrigere Energiekosten: Die Ersparnis bei den Energiekosten durch eine fundierte thermische Sanierung ist beachtlich: Bei einem optimal gedämmten Haus können zwischen 60 und 70 Prozent der Energiekosten eingespart werden. Wird zusätzlich der Energieträger gewechselt (etwa von Öl auf Holz), können die Heizkosten gar um bis zu 80 Prozent gesenkt werden.

Beispiel Althaus 70er Jahre, 112 m2 Wohnfläche
EKZ vor thermischer Sanierung: 236 - Heizkosten: 1.840 Euro
EKZ nach thermischer Sanierung: 68 - Heizkosten: 540 Euro
Ersparnis: 1.300 Euro pro Jahr*

  • Behaglichkeit: Wärmedämmung hat auch mit Behaglichkeit zu tun und steigert den Wohnkomfort entscheidend. Das macht sich vor allem im Winter bemerkbar, wenn nicht gedämmte Wände Kälte nach innen abgeben. Im Sommer schützen gut gedämmte Wände vor Überhitzung. Schließlich ist eine gute Wärmedämmung der beste Schutz vor Schimmelbildungen an den Wänden.
  • Entlastung für die Umwelt: Auch wenn man daran zuletzt denkt - eine effiziente Wärmedämmung ist ein guter Beitrag zum Klimaschutz. Dieser ist sogar größer als wenn man das ganze Jahr über auf das Autofahren verzichtet. So bringt etwa das Dämmen der Außenwand eine jährliche CO2-Einsparung von 3.380 kg. Das Dämmen der obersten Geschoßdecke bringt 2.600 kg weniger CO2.

 * Quelle Beispielrechnung: Energieberatung NÖ

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