Wohnen im besten Alter

© Foto: Raiffeisen Immobilien Österreich/APA-Fotoservice/Hörmandinger

Über 45-Jährige sind bei der Wahl des Wohnsitzes besonders flexibel. Zwei Drittel der so genannten Best Ager können sich vorstellen, im Alter zu übersiedeln - dies zeigt eine aktuelle Marktstudie von Raiffeisen Immobilien.

Die häufigsten Gründe für einen Wohnsitzwechsel im Ruhestand sind der Wunsch nach Ortsveränderung (26 Prozent) und der Wunsch, das zu groß gewordene Heim gegen ein neues, besser zu den aktuellen Bedürfnissen passendes zu tauschen (23 Prozent).
 

Was tun mit der vorhandenen Immobilie?

Wer sich eine Übersiedelung im Ruhestand vorstellen kann und Haus oder Wohnung im Eigentum besitzt, ist sehr häufig noch unschlüssig, was damit im Falle eines Wohnsitzwechsels im Alter geschehen soll: 39 Prozent der Befragten geben an, noch keine Pläne für die derzeitige Wohnimmobilie zu haben. 31 Prozent wollen die Immobilie an die Nachkommen übergeben und 23 Prozent wollen ihren Wohnsitz verkaufen.
 

Neue Immobilie durch alte nicht finanzierbar: rechtzeitig vorsorgen

In 53 Prozent der Fälle, in denen eine Übersiedelung rund um den Pensionsantritt stattfand, konnte die neue Immobilie durch den Verkaufswert der alten nicht zur Gänze finanziert werden. "Vor allem im ländlichen Raum zeigt unsere Erfahrung, dass der Wert des vorhandenen Einfamilienhauses häufig unter den Anschaffungskosten eines neuen Alterswohnsitzes, z.B. in zentralerer Lage in der nächstgelegenen Bezirkshauptstadt, liegt", sagt Peter Weinberger, Sprecher von Raiffeisen Immobilien Österreich: "Umso wichtiger ist die rechtzeitige Vorsorge - entweder durch Ansparpläne oder durch eine Vorsorgewohnung."

"Die Raiffeisen-Immobilien-Experten können den Wert der vorhandenen Immobilie schätzen und dem Kaufpreis der Wunschimmobilie gegenüberstellen. Ein Ansparplan ermöglicht es, die Differenz zwischen diesen Werten zu schließen", ergänzt Nikolaus Lallitsch, Co-Sprecher von Raiffeisen Immobilien Österreich.
 

Eigentum ist begehrt

Wer sich eine Übersiedelung im Ruhestand vorstellen kann, träumt von der Eigentumswohnung (32 Prozent) oder vom eigenen Einfamilienhaus (19 Prozent). Auch betreute Wohnformen (19 Prozent), das klassische Seniorenheim (13 Prozent) und Senioren-WGs (10 Prozent) spielen eine Rolle. Eine Mietwohnung streben 15 Prozent an, und nur 5 Prozent möchten gerne bei ihren Kindern oder Familienangehörigen wohnen. Am begehrtesten sind Domizile am Stadtrand oder in ländlicher Lage.
 

Die ideale Immobilie: ruhig, aber verkehrsgünstig gelegen

Hinsichtlich des Umfeldes wünschen sich die 45- bis 69-Jährigen für ihren Wohntraum mehrheitlich eine ruhige Lage. Gleichzeitig soll die Immobilie aber auch verkehrsgünstig gelegen sein und die Möglichkeit bieten, die eigenen Hobbys in unmittelbarer Nähe auszuüben. Bei der gewünschten Ausstattung rangiert Barrierefreiheit vor ökologischer und energieeffizienter Bauweise sowie attraktiver Architektur. Bereits auf Platz vier folgt die Ausstattung mit Sicherheitstechnik.

November 2017
 

* Wohnen im besten Alter; 628 Interviews mit 45- 69-Jährigen aus ganz Österreich, durchgeführt im August/September 2017 von BMM Markt- und Trendforschung im Auftrag von Raiffeisen Immobilien Österreich  -  Bild v.l.n.r.: Ing. Mag. (FH) Peter Weinberger, Geschäftsführer Raiffeisen Immobilien NÖ, Wien & Burgenland und Sprecher Raiffeisen Immobilien Österreich; Mag. Claudia Brandstätter, Geschäftsführerin der BMM Markt- und Trendforschung, Studienautorin, und Mag. Nikolaus Lallitsch, Geschäftsführer Raiffeisen Immobilien Steiermark und Sprecher Raiffeisen Immobilien Österreich. © Foto: Raiffeisen Immobilien Österreich/APA-Fotoservice/Hörmandinger