SEPA-Produkte

Informieren Sie sich hier über die verschiedenen SEPA-Produkte, ihre Merkmale und ihre Vorteile: SEPA Überweisung, Lastschrift, Firmenlastschrift und Zahlungsanweisung.

SEPA Überweisung

Ziele

  • Einheitliche technische Norm
  • Klare und international einheitliche Prozesse, Fristen, Verpflichtungen und Formvorschriften.
  • Steigerung der Attraktivität durch mehr Sicherheit für den Konsumenten.


Produktmerkmale

  • Der Geltungsbereich (SEPA-Raum) umfasst die Länder der EU-28, die EWR-Länder (Norwegen, Island und Liechtenstein), die Schweiz, Monaco und San Marino.
  • Die Währung ist ausschließlich EURO.  
  • Keine Begrenzung hinsichtlich des Überweisungsbetrages.
  • Der gesamte Überweisungsbetrag wird dem Empfängerkonto gutgeschrieben. Es erfolgt kein Entgeltabzug durch Zwischenbanken.
  • Die maximale Abwicklungsdauer beträgt:
    • für elektronische Aufträge 1 Bankwerktag
    • für beleghafte Aufträge 2 Bankwerktage  
  • Der Verwendungszweck von max. 140 Stellen wird garantiert an den Empfänger weitergegeben.  

Vorteile für den Kunden

  • Einheitliches Überweisungsverfahren: Die SEPA Überweisung ist sowohl national (innerhalb von Österreich) als auch grenzüberschreitend (innerhalb vom SEPA-Raum) zu den gleichen Voraussetzungen möglich.
  • Garantierte Überweisungsdauer bis zur Bank des Begünstigten
  • Kein Entgeltabzug vom Ursprungsbetrag: Der Ursprungsbetrag wird am Empfängerkonto gutgeschrieben - es werden keine Entgelte vom Überweisungsbetrag abgezogen.
  • Innerhalb der EU und EWR gelten für die SEPA Überweisung dieselben Entgelte wie für die alten österreichischen Zahlungen (dies gilt nicht für die Schweiz, Monaco und San Marino)

Lastschrift

Ziele

  • Klare und international einheitliche Prozesse, Fristen, Verpflichtungen und Formvorschriften
  • Einheitliche technische Norm  
  • Steigerung der Attraktivität durch mehr Sicherheit für den Konsumenten
  • Europaweite Einsetzbarkeit des Einzugsverfahrens für Zahlungsempfänger

Produktmerkmale

  • Der Geltungsbereich umfasst die Länder der EU, die EWR-Länder (Norwegen, Island und Liechtenstein), die Schweiz und Monaco.
  • Verpflichtende Teilnahme
    • Ab 1. Februar 2014: Alle Banken im EURO-Raum
    • Bis 31. Oktober 2016: Alle Banken in den restlichen Ländern des SEPA-Raumes
  • Die Währung ist ausschließlich EURO.  
  • Der Zahlungsempfänger bestimmt den Fälligkeitstag (= Einzugstermin). D.h. alle Zahlungspflichtigen werden am selben Tag belastet.  
  • Rechtzeitige Beauftragung der Lastschriften durch den Zahlungsempfänger in elektronischer Form
    • CORE-Verfahren:
      • bei Erst- bzw. Einmal-Lastschriften 5 Tage vor dem Fälligkeitstag
      • bei wiederkehrenden Lastschriften 2 Tage vor dem Fälligkeitstag
    • COR1-Verfahren:
      In Österreich gibt es die Möglichkeit, dass diese Lastschriften generell 1 Tag vor dem Fälligkeitstag eingereicht werden.

Die entsprechenden Zeiten für die Beauftragung erhalten Sie von Ihrer Bank.

  • IBAN und BIC (Business Identifier Code - nur bei grenzüberschreitenden Aufträgen erforderlich) werden als Merkmale zur Kontoidentifizierung verwendet.
  • Creditor ID (Zahlungsempfängerkennung) und Mandatsreferenz dienen als eindeutige Kennung des Zahlungsempfängers.
  • Die Gutschrift für den Zahlungsempfänger erfolgt mit Valuta Fälligkeitstag.  
  • Zahlungsempfänger (Creditor) muss bei Anfrage eine Kopie des unterfertigten Mandats an die Bank des Zahlungspflichtigen (Debtorbank) übermitteln
  • Rückgaberecht des Zahlungspflichtigen (ohne Angabe von Gründen) innerhalb von 56 Kalendertagen nach Abbuchung

Vorteile für den Kunden

  • Hohe Erreichbarkeit durch ein Einzugsverfahren für Österreich und die restlichen europäischen Länder  
  • Keine Konten im jeweiligen Land mehr erforderlich  
  • Der Zahlungsempfänger bestimmt den Einzugstermin und kann die Häufigkeit der Lastschriften (in Abstimmung mit dem Bezogenen) variieren.  
  • Die Lastschriften sind einfach und kosteneffizient.  
  • Automatisierte Rückrechnungsverarbeitung möglich

Firmenlastschrift

Wesentliche Unterschiede zur Raiffeisen SEPA Lastschrift

SDD B2B

  • Zahlungspflichtiger (Debtor) muss ein Unternehmen sein.
  • Dem Zahlungspflichtigen muss kein Widerspruchsrecht eingeräumt werden.
  • Keine Rückrechnung nach Kontobelastung des Zahlungspflichtigen möglich
  • Optionale Teilnahme für Banken – Erreichbarkeit kann nicht garantiert werden

Ziele

  • Klare und international einheitliche Prozesse, Fristen, Verpflichtungen und Formvorschriften
  • Einheitliche technische Norm
  • Universelle Einsetzbarkeit für die Zahlungsempfänger (= Creditoren)
  • Verkürzung der Rückrechnungsfrist für den Zahlungspflichtigen

Produktmerkmale

  • Der Geltungsbereich umfasst die teilnehmenden Banken in den Ländern der EU, der EWR-Länder (Norwegen, Island und Liechtenstein) sowie der Schweiz, Monaco und San Marino.
  • Teilnahme der Banken an der Raiffeisen SEPA Firmenlastschrift ist optional (Die Erreichbarkeit der Banken für SEPA Firmenlastschriften kann auf der EPC-Website geprüft werden.).
  • Die Währung ist ausschließlich Euro.
  • Nur für Lastschriften zwischen Firmenkunden
    Der Zahlungsempfänger bestimmt den Fälligkeitstag (= Einzugstermin), d.h. alle Zahlungspflichtigen werden am selben Tag belastet.
  • Beauftragung der Lastschriften durch den Zahlungsempfänger in elektr. Form 1 Tag vor dem Fälligkeitstag
    Die entsprechenden Zeiten für die Beauftragung erhalten Sie von Ihrer Bank.
  • IBAN und BIC (Business Identifier Code - nur bei grenzüberschreitenden Aufträgen erforderlich) werden als Merkmale zur Kontoidentifizierung verwendet.
  • Die Gutschrift für den Zahlungsempfänger erfolgt mit Valuta Fälligkeitstag.
  • Zahlungspflichtiger muss das unterfertigte Mandat an seine Bank (Debtorbank) übermitteln.

Vorteile für den Kunden

  • Keine Rückrechnung nach Kontobelastung des Zahlungspflichtigen möglich
  • Keine Konten im jeweiligen Land mehr erforderlich
  • Der Zahlungsempfänger bestimmt den Einzugstermin und kann die Häufigkeit der Lastschriften (in Abstimmung mit dem Bezogenen) variieren.
  • Die Lastschriften sind einfach und kosteneffizient.

Zahlungsanweisung

Für SEPA Überweisungen wurde von den österreichischen Geldinstituten ein neuer Beleg "Zahlungsanweisung" entworfen. Der Beleg steht seit Juli 2008 zur Verfügung und wird bis 01.02.2014 (Nachfrist 1. August 2014) die bestehenden Inlandsüberweisungsbelege (Zahlschein/Erlagschein, Überweisung sowie die EU-Standard-Überweisung) ablösen.

Mit der SEPA Zahlungsanweisung können von österreichischen Konten, unter Angabe von IBAN und BIC, Euro-Überweisungen ins Inland und in alle übrigen europäischen Länder des SEPA-Raums (EU-Länder, EWR-Länder, Schweiz, Monaco und San Marino) beauftragt werden.
 
Bei Fragen oder für weitere Informationen zur Bedruckung von SEPA Zahlungsanweisungen wenden Sie sich an Ihren Bankbetreuer.