Banklexikon - B-C

Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ)
Wurde 1930 gegründet und gilt als Bank der Zentralbanken der Welt. Sie verwaltet Teile der internationalen Währungsreserven vieler Länder. Die BIZ hat ihren Sitz in Basel.

Bankgarantie
Siehe Avalkredit, Garantie

Basel II
Kurzbezeichnung eines internationalen Expertenkreises. Inhalt des so genannten 3-Säulen-Modelles ist die Gewährleistung der Sicherheit und Solidität der Finanzmärkte durch eine risikoadäquate Eigenmittelunterlegung. Die Mindestkapitalanforderungen (Säule 1) ergeben sich aus dem Kreditrisiko, dem operationellen Risiko sowie dem Marktrisiko. Das institutsinterne Risikomanagement (Säule 2) verpflichtet die Geschäftsleiter zur Steuerung,  Überwachung und Begrenzung der Risiken. Die Publizitätspflichten (Säule 3) regeln die Veröffentlichungspflicht der Kreditinstitute, die über den Jahresabschluss hinausgehen.

Basel III
Der Begriff bezeichnet ein ergänzendes Regelwerk des Basler Ausschusses an der BIZ zu bereits bestehenden Eigenkapitalregeln für Finanzinstitute. Damit werden die Banken weltweit zur Haltung größerer Eigenmittelreserven und zu einer stabilen Liquiditätsversorgung verpflichtet.

Basiszinssatz
Zinssatz in Bundesgesetzen und Verordnungen oder auch privatrechtlichen Vereinbarungen, der sich am währungspolitischen Instrumentarium der Europäischen Zentralbank orientiert. Änderungen werden von der Oesterreichischen Nationalbank im Amtsblatt der Wiener Zeitung verlautbart.

Baurecht
Dingliches, veräußerliches und vererbliches Recht, auf oder unter der Bodenfläche einer Liegenschaft der öffentlichen Hand (oder der Kirche) ein Bauwerk zu haben. Es entsteht durch grundbücherliche Eintragung im C-Blatt der belasteten Liegenschaft.

Bausparen
Das Bausparen ist ein Bankgeschäft im Sinne des BWG, das für die Raiffeisen Bankengruppe von der Raiffeisen Bausparkasse GmbH betrieben wird. Bausparen ist ein Instrument zur prämienbegünstigten Bildung von Sparkapital sowie zur Finanzierung aller Arten der Wohnraumbeschaffung, -erhaltung und -verbesserung.

Betriebsergebnis (-erfolg)
Position aus der Gewinn- und Verlustrechnung eines Unternehmens, die sich aus der Differenz zwischen den Betriebserträgen (ordentliche Erträge) und den Betriebsaufwendungen (ordentliche Aufwendungen) ergibt.

Betriebsmittelkredit
Kredit zur Finanzierung laufender Zahlungen eines Unternehmens. Gegensatz: Investitionskredit

Bezugsrecht
Dem Aktionär zustehendes Recht, bei einer Kapitalerhöhung einen seinem Anteil am bisherigen Grundkapital entsprechenden Teil der neuen "jungen" Aktien zu beziehen.

BIC (Bank Identifier Code)
Weltweit gültige elektronische Adresse jeder Bank. Siehe: SWIFT

Bilanz
Periodische Gegenüberstellung sämtlicher Aktiva und Passiva eines Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag. In der Bankbilanz sind auf der Passivseite üblicherweise die Spar- und Giroeinlagen die größten Positionen. Die Aktivseite beinhaltet großteils Kredite und Eigenveranlagungen der Bank.

Blankokredit
Kredit, bei dem für die Einbringlichkeit der Ausleihung nur der Kreditnehmer persönlich haftet

Blue Chips
Bezeichnung für Aktien großer, internationaler, allgemein bekannter und angesehener Unternehmen

Bonds
Siehe Anleihen und Schuldverschreibung

Bonität
Kreditwürdigkeit und Kreditfähigkeit eines Kreditnehmers nach Beurteilung durch die Bank

Buchwert
Wert, mit dem ein Wirtschaftsgut in der Buchhaltung ausgewiesen wird

Bürge- und Zahlerhaftung
Bürgschaft, bei der der Gläubiger entweder zuerst den Hauptschuldner oder den Bürgen oder beide gleichzeitig belangen kann (Solidarbürgschaft)

Bürgschaft
Dient der Sicherstellung einer Forderung. Der Bürge verpflichtet sich, den Gläubiger zu befriedigen, wenn der Schuldner seine Verbindlichkeit nicht erfüllt. Im Unterschied zur Garantie ist die Bürgschaft vom Bestehen einer Hauptschuld abhängig, der Bürge haftet für eine fremde Schuld.

Cash-flow
Innerhalb einer Abrechnungsperiode (meist ein Bilanzjahr) in einem Unternehmen erwirtschafteter Nettoüberschuss an flüssigen Mitteln. Der Cash-flow (frei übersetzt: Kassenüberschuss, Kassenzufluss) dient unter anderem als eine Bezugsgröße zur Ermittlung der Kreditfähigkeit eines Unternehmens.

Chart
Grafische Darstellung von Zahlenreihen, in erster Linie zur Darstellung von Kursentwicklungen von Wertpapieren bzw. Börsenindices

Cost-Average-Effekt
Wörtlich übersetzt: "Durchschnittskosten-Effekt". Bei Anlageplänen mit regelmäßigen Einzahlungen einer gleichbleibenden Summe erreicht der Anleger, dass bei fallenden Kursen mehr, bei steigenden Kursen entsprechend weniger Fondsanteile erworben werden.