Banklexikon - N-P

Namensaktie
Aktie, die auf den Namen des Aktionärs, der im Aktienbuch eingetragen ist, lautet. Gegensatz: Inhaberaktie

Nebengebührensicherstellung, -kaution
Sicherstellung allfälliger Nebenforderungen bei Darlehen (Zinsen, Verzugs- und Zinseszinsen, Rechtsanwaltskosten, Exekutionskosten, usw.), die im Grundbuch eingetragen wird. Bei Krediten müssen Nebengebühren im eingetragenen Höchstbetrag (Höchstbetragshypothek) Deckung finden.

Nominalverzinsung
Verzinsung einer Veranlagung, bezogen auf den Nominalwert (Nennwert). Vergleiche Realverzinsung, Effektivverzinsung, Rendite und Performance

Nullkuponanleihe (Zero Bonds)
Anleihe ohne Nominalverzinsung. Ihre Rendite ergibt sich aus der Differenz zwischen dem niedrigeren Ausgabekurs und dem höheren Einlösungskurs (in der Regel 100 Prozent des Nominalwertes).

Obligo
Verpflichtung. Häufig versteht man darunter die Summe der Einzelverpflichtungen eines Kunden bei einer Bank.

Oesterreichische Nationalbank (OeNB)
Zentralbank der Republik Österreich in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft, die im Eigentum des Bundes steht. Als Zentralbank ist sie integraler Bestandteil des ESZB (Europäisches System der Zentralbanken).
Hauptaufgaben:
- Mitwirkung an geldpolitischen Entscheidungen des ESZB und deren Durchführung
- Ausgabe von Banknoten und Münzen
- Kontrolle der Erfüllung der Mindestreservebestimmungen
- Bankaufsichtliche Tätigkeiten
- Sicherstellung des reibungslosen Funktionierens des Zahlungsverkehrs durch Teilnahme an TARGET (Transeuropean Automated Real Time Gross Settlement Express Transfer)

Passiva (Mittelherkunft)
Die auf der rechten Seite der Bilanz eines Unternehmens angeführten Posten, nämlich die Verbindlichkeiten (Fremdkapital) und das Eigenkapital. Die Passivseite der Bilanz gibt somit Auskunft über die Herkunft der im Unternehmen eingesetzten Mittel.

Performance
Bezeichnung für die Entwicklung von Wertpapieren bzw. Wertpapierbeständen und zwar über:
1. Kursverlauf eines Wertpapiers
2. Index-Verlauf eines Teil- oder Gesamtmarktes (Börsenplätze)
3. Wertentwicklung eine Portefeuilles
4. Anlagepolitische Leistung eines Anlageberaters oder einer Fondsleitung im Hinblick auf das Anlageziel

Pfandbrief
Auf Inhaber lautende Schuldverschreibung, zu deren Deckung grundbücherlich sichergestellte langjährige Darlehen dienen. Zur Ausgabe berechtigt sind z.B. Hypothekenbanken.

Pfandrecht
Dingliches Recht einer Person an einer Sache zur Sicherung von Forderungen. Siehe Hypothek

PIN (Persönliche-Identifikations-Nummer)
Persönliche Nummer (Code), die die missbräuchliche Verwendung von Kontodaten und -transaktionen verhindert

Portefeuille
Eigenbestand an Krediten, Wechseln oder Wertpapieren von Kreditinstituten oder von Kunden

POS (Point of Sale)
Ort, wo eine bargeldlose Zahlungstransaktion mit einer Debit- oder Kreditkarte an elektronischen Kassen von Handels- und Dienstleistungsunternehmen generiert wird.

Prepaidkarten
Die Karte wird im Voraus beladen. Ein Girokonto ist dazu nicht erforderlich. Im Rahmen des Guthabens kann der Karteninhaber weltweit bargeldlos am Point of Sale oder im Internet bezahlen oder Bargeld am Bankomaten beheben. Sie auch Quick

Primärmarkt
Zusammentreffen des Angebotes und der Nachfrage von bzw. nach Neuemissionen von Wertpapieren innerhalb ihrer Zeichnungsfrist. Nach Ablauf der Zeichnungsfrist können Wertpapiere auf dem Sekundärmarkt (Börse) erworben werden.