Banklexikon - Q-R

Quick
Nationales Zahlungssystem, in welchem zunächst ein Geldbetrag von maximal 400 Euro auf den Chip der Maestro-Karte gegen Belastung des eigenen Kontos an Bankomaten oder SB-Terminals geladen wird. Der Karteninhaber kann mit dem auf seiner Karte geladenen Geld bei allen quickfähigen Bankomatkassen und Automaten in ganz Österreich ohne PIN bezahlen.

Raiffeisen, Friedrich Wilhelm
1818 - 1888. Deutscher christlicher Reformer, Bürgermeister in verschiedenen Orten des Westerwaldes. Mit der Gründung von ländlichen Genossenschaften und vor allem des ersten Darlehenkassen-Vereines (1862 in Anhausen) bekämpfte er die Not der ländlichen Bevölkerung durch organisierte Selbsthilfe und legte damit den Grundstein für die heute weltumspannende Raiffeisenorganisation.

Raiffeisenbank
Kreditinstitut nach dem System Raiffeisen. Zweck jeder Raiffeisengenossenschaft ist die Förderung des Erwerbes und der Wirtschaft ihrer Mitglieder insbesondere durch Kreditgewährung. Die Raiffeisenbanken sind Universalbanken und besorgen sämtliche Bankgeschäfte.

Rating
Bewertung von Unternehmen, insbesondere auch von Banken, die sich auf dem nationalen oder internationalen Kapitalmarkt refinanzieren, durch internationale Rating-Agenturen (z.B. Standard & Poor's, Moody's). Der Begriff wird auch im Zusammenhang mit der Beurteilung der Bonität von Kreditnehmern verwendet.

Reallast
Im Grundbuch eingetragene Verpflichtung eines Liegenschaftseigentümers zu Leistungen gegenüber einem Dritten (z.B. Ausgedinge, Geldrenten, Naturalien)

Realverzinsung
Ertrag einer Kapitalanlage unter Berücksichtigung der Nominalverzinsung bereinigt um die Inflationsrate

Rechtsfähigkeit
Fähigkeit, Träger von Rechten und Pflichten zu sein; das ist jede natürliche und juristische Person. Von der Rechtsfähigkeit zu unterscheiden ist die Handlungsfähigkeit und die Geschäftsfähigkeit.

Referenzzinssatz
Marktzinssatz, an dessen Veränderungen sich die Zinssätze bestimmter Bankprodukte orientieren. Siehe auch EURIBOR

Regressrecht (Rückgriffsrecht)
Recht, für getätigte Aufwendungen und Leistungen einen anderen in Anspruch zu nehmen. Z.B. kann ein Wechselinhaber auf den Aussteller zurückgreifen, wenn der Bezogene den Wechsel nicht einlöst.

Rendite
Jahresgesamtertrag in Prozent des eingesetzten Kapitals. Sie hängt von der Nominalverzinsung, dem Anschaffungs- oder Ausgabekurs, dem Tilgungskurs und der Laufzeit ab.

Rücklagen
Beträge, die aus den Jahresgewinnen eines Unternehmens gebildet werden und der Stärkung des Eigenkapitals dienen

Rückstellungen
Kapitalbereitstellungen für im Grunde nach bekannte künftige Verpflichtungen, deren Höhe und Fälligkeit zum Bilanzierungszeitpunkt noch nicht genau feststehen (z.B. Pensionsverpflichtungen)