Rechtliche Informationen

Geldtransferverordnung EU 2015/847

Die EU-Verordnung 2015/847 ersetzt die VO 1781/2006 und regelt die Pflichten zu Angaben von Auftraggeber- und Empfängerdaten hinsichtlich Vermeidung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung und tritt mit 26. Juni 2017 in Kraft.

Geltungsbereich:

  • Gilt für Geldtransfers gleich welcher Währung von oder an Zahlungsdienstleister(n) oder zwischengeschaltete(n) Zahlungsdienstleister(n) mit Sitz in der Europäischen Union

Hinweis: Im Geltungsbereich liegt auch die Schweiz.

Bei Zahlungen innerhalb EU/EWR ist weiterhin die Empfänger-IBAN als Kundenidentifikator ausreichend.

Neuerungen:

  • Bei Zahlungsausgängen ist die Angabe von Empfänger-IBAN bzw. -kontonummer sowie Empfängername verpflichtend.

  • Bei Zahlungseingängen muss die Empfängerbank eine Kontowortlautprüfung vor Gutschrift durchführen.

Kundenauswirkungen

Aufgrund dieser Neuerungen ist es wichtig, dass Sie bei Zahlungsaufträgen die Empfängerdaten in den dafür vorgesehenen Feldern der Erfassungsmaske (Vor- und Nachname oder vollständiger Firmenwortlaut) vollständig erfassen. Die Angabe der Empfängeradresse ist nicht verpflichtend, wird jedoch empfohlen.

Die Versorgung der Auftraggeberdaten erfolgt automatisch mit Ihren Daten.

Um Verzögerungen bzw. Rückleitungen der Zahlungsaufträge zu vermeiden und einen positiven Kontowortlautvergleich zu erzielen, ist es wichtig vollständige Daten anzuliefern bzw. zu erfassen, welche exakt den Angaben zum Empfänger auf der Rechnung entsprechen.

Wir empfehlen Ihnen daher, Ihre Kunden darauf hinzuweisen, dass die gespeicherten Empfängerdaten mit den Daten auf Ihrer Rechnung verglichen und gegebenenfalls aktualisiert werden.

Hinweis zur Bankenabwicklung und Gläubigerbeteiligung (Bail-in)

Mit 1. Januar 2015 ist die Europäische Sanierungs- und Abwicklungsrichtlinie von Banken und Wertpapierfirmen (Bank Recovery and Resolution Directive, „BRRD“) und die Europäische Verordnung zur Festlegung einheitlicher Vorschriften und Verfahren für die Abwicklung von Kreditinstituten im Rahmen eines einheitlichen Abwicklungsmechanismus und eines einheitlichen Abwicklungsfonds („SRM-Verordnung“) in Kraft getreten. Sie führen für alle EU-Mitgliedstaaten eine einheitliche Regelung zur Vorbeugung von Bankenkrisen und dem Krisenmanagement von Banken ein.

Die BRRD wurde in Österreich mit dem Bundesgesetz über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG) umgesetzt.

Diese Richtlinie sieht unter anderem vor, dass in jedem EU-Mitgliedstaat eine nationale Abwicklungsbehörde eingerichtet wird, die bestimmte Rechte zur Abwicklung und Sanierung von Kreditinstituten hat.

Die genaue Ausgestaltung der Maßnahmen auf nationaler Ebene, die Abwicklungsbehörden treffen können, kann sich im Detail unterscheiden. Hier sollen die möglichen Abwicklungsmaßnahmen am Beispiel Österreichs erläutert werden. Die Abwicklungsverfahren anderer, insbesondere auch nicht-europäischer Länder können abweichend und noch einschneidender ausgestaltet sein.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Hinweise zur Bankenabwicklung und Gläubigerbeteiligung

Einlagensicherungsreform 2015 - WAS ändert sich für den Kunden?

Die Einlagen sind pro Einleger - so wie bisher - mit einem Höchstbetrag von EUR 100.000,- pro Kreditinstitut gesichert. Unter besonderen Voraussetzungen sind  - NEU – darüber hinaus  auch höhere Einlagen bis zu einem Gesamtauszahlungsbetrag von EUR 500.000,- gesichert.

Nähere Informationen

Informationen über die außergerichtliche Streitbeilegung

Wir sind stehts bemüht, unsere Kunden* hinsichtlich ihrer Anliegen, ihrer Wünsche und Bedürfnisse in allen Belangen des Bankgeschäftes bestmöglich zu betreuen und zu servicieren. Wir verpflichen uns stets zu einem hohen Standard unserer Service- und Beratungsqualität, den wir ihnen gegenüber nicht nur anwenden sondern stets auch verbessern wollen.

Bedauerlicherweise kann es aber in dem einen oder anderen Fall vorkommen, dass ein Kunde persönlich mit der von uns erbrachten Leistung nicht hundertprozentig zufrieden ist. In diesem Fall ersuchen wir den Kunden, uns diese Unzulänglichkeiten mitzuteilen, denn nur so können wir uns für die zukünftige Partnerschaft mit ihm verbessern. Wir betrachten das Feedback als wichtige Quelle für die permanente Optimierung unserer Servicequalität.

Sollte es zu Unstimmigkeiten kommen, kann sich der Kunde jederzeit an seinen Kundenberater, an die Geschäftsleitung sowie die Beschwerdestelle der Raiffeisenbank bzw. an die Ombudsstelle der burgenländischen Raiffeisenlandesbank wenden. Außerdem kann der Kunde sein Anliegen online über das Kontaktformular senden.

Weiters besteht die Möglichkeit, sich an die Gemeinsame Schlichtungsstelle der österreichischen Kreditwirtschaft, Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien, www.bankenschlichtung.at, einer unabhängigen Einrichtung zur außergerichtlichen Bereinigung von Streitfällen, zu wenden.

Die Raiffeisenbank/Raiffeisenlandesbank nimmt freiwillig an diesem Schlichtungsverfahren teil.

ODR-Verordnung: Die EU-Kommission bietet für online abgeschlossene Geschäfte gemäß Artikel 14 Abs. 1 ODR-Verordnung die Möglichkeit zur Online Streitbeilegung auf einer von ihr betriebenen Online-Plattform.

Diese Plattform ist über folgenden Link zu erreichen: https://webgate.ec.europa.eu/odr/main/index.cfm?event=main.home.show&lng=DE

*) Unter dem Begriff "Kunde" wird nachfolgend sowohl "Die Kundin" als auch "Der Kunde" verstanden und in Folge daher die neutrale Bezeichnung "Kunde" verwendet.

Informationen zu Hypothekar-/Immobilienkrediten für Verbraucher

Hier finden Sie die Allgemeinen Informationen über Hypothekar- und Immobilienkreditverträge, vorvertragliche Informationen zur Kreditwürdigkeitsprüfung sowie Informationen zu Beratungsleistungen für Verbraucher.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater.

Stand: März 2016

Selbstauskunft

33054 Allgemeine Informationen HIKrG

Common Reporting Standard (CRS) / Gemeinsamer Meldestandard-Gesetz (GMSG)

Symbolbild Vernetzung Der CRS kommt in Österreich ab 1. Oktober 2016 durch das Gemeinsamer Meldestandard-Gesetz (GMSG) zur Anwendung.

Lesen Sie mehr dazu!