Die Zukunft des Wohnens

Zukunft des Wohnens

Wie werden wir in Zukunft wohnen? Was sind die Trends? Was kommt beim Thema Energie auf uns zu und wie weit geht das "Smarte" beim "Living"?

Es gibt nur ganz wenige Themen, die praktisch alle Menschen betreffen. Eines davon ist das Wohnen. Aktuell geht es in den Diskussionen vor allem um Preise, aber auch darum, wie wir beim Wohnen weniger Energie verbrauchen oder wie wir uns das Wohnleben noch bequemer einrichten. Wie wird sich das alles weiterentwickeln, wohin geht die "Wohnreise" in den nächsten Jahren?
 

Wohnen wird smarter

Die intelligente Vernetzung von Geräten und Installationen steht beim Smart Living bzw. beim Smart Home im Vordergrund. Die moderne Technik ist freilich nicht Selbstzweck, sondern soll mehr Komfort, aber auch eine effizientere Energienutzung bringen.

Im Idealfall können viele der Funktionen über entsprechende Apps via Handy oder Tablet ferngesteuert werden. Audio- und Videosprechanlagen können auch aus der Ferne bedient werden.

Im Bereich der Unterhaltung sind dem Smart Home praktisch keine Grenzen gesetzt: Ein Beispiel dafür ist Multiroom, die über Bewegungsmelder gesteuerte Musikbeschallung der Wohnräume.

Ein anderes Smart-Living-Thema ist Home Connect. Damit sind vernetzte Haushaltsgeräte gemeint. Via Handy haben Sie z.B. im Blick, wie voll oder leer der Kühlschrank gerade ist und was Sie unterwegs einkaufen müssen.

Bei allem Fortschritt werden wohl in Zukunft auch zunehmend die Fragen nach dem Nutzen der Technik gestellt werden. Was ist notwendig, was trägt wirklich zu mehr Komfort bei? Setze ich mich eventuell neuen, ganz anders gelagerten Risiken (Datenschutz, IT-Sicherheit) aus und ist es das wert?

Energiethema wird noch wichtiger

Auch wenn manche das Thema Energie gar nicht mehr hören möchten: es bleibt – gerade beim Wohnen – bestimmend. Dafür sorgt die Gebäuderichtlinie der EU. Ab 2021 müssen gemäß der EU-Richtlinie alle neuen Gebäude im Niedrigstenergiestandard errichtet werden. Die Richtlinie gilt übrigens auch bei einer Sanierung von bereits bestehenden Gebäuden (Bestandsimmobilien). Neue öffentliche Gebäude müssen diesen Standards schon ab übernächstem Jahr entsprechen.

Bereits umgesetzt wurde eine Bestimmung aus dieser Richtlinie, nämlich der Energieausweis, der energetische "Typenschein" für Gebäude.

Die Trends beim Sanieren

"Je mehr desto besser", ist beim Sanieren die Devise. Die Dämmstärken für die thermische Isolierung von Häusern bzw. Wohnungen werden zunehmen. Die derzeit dominierenden Kunststoffdämmungen werden auch in Zukunft eine bedeutende Rolle spielen. Es werden aber verstärkt Dämmstoffe aus nachwachsenden Materialien (z.B. Schafwolle, Hanf, Zellulose, Stroh, …) eingesetzt. Für die Verwendung derartiger Materialien gibt es übrigens schon jetzt Extragelder: Im Rahmen des aktuellen Sanierungsschecks für die thermische Sanierung gibt es bei bestimmten Sanierungen einen Zuschlag von 1.000 Euro, wenn Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen verwendet werden.

Weniger Energieverbrauch, mehr finanzieller Spielraum

Wie viel kann ich mir eigentlich leisten? Das Thema Leistbarkeit bleibt auf der Tagesordnung. Wer in thermische Sanierung oder etwa in Photovoltaik bzw. Solarthermie investiert, der senkt seine monatlichen Energiekosten. Das bringt einen größeren Spielraum bei der Finanzierung. Das kann die Höhe des Darlehens, aber auch die Höhe der möglichen Rückzahlung betreffen.

Wohnen wird kompakter, Wohnflächen werden kleiner

Die durchschnittliche Wohnfläche beträgt aktuell rund 100 Quadratmeter*. Jedem Haushaltsmitglied stehen damit im Schnitt über 40 Quadratmeter zum Wohnen zur Verfügung. In Zukunft scheint, womit wir wieder beim Stichwort Leistbarkeit angekommen sind, eine neue Bescheidenheit angesagt. Die Wohnungsgrößen werden nach Ansicht von Immobilienexperten zurückgehen. Kompaktere Grundrisse sind im Kommen. Die Nachfrage nach kleineren Wohnungen wird deutlich zunehmen.

*99,2 m2 laut Statistik Austria im Jahr 2015


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