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Freiwillige Immobilienversteigerungen

Freiwillige Immobilienversteigerungen

Die Versteigerung einer Immobilie muss nicht immer mit Zwang verbunden sein. Freiwillige Versteigerungen eröffnen den Verkäufern interessante Möglichkeiten.

Im Gegensatz zu einer Zwangsversteigerung geschieht die freiwillige Versteigerung einer Immobilie nicht aus einer Notlage heraus. Bei einer freiwilligen Versteigerung kann daher in der Regel ein wesentlich besserer Preis als bei einer Zwangsversteigerung erzielt werden. Zudem lukriert der Verkäufer den Versteigerungserlös und nicht wie bei Zwangsversteigerungen der oder die Gläubiger.

Freiwillige Immobilienversteigerungen - Die wichtigsten Infos

Durchführung: Die Versteigerung wird durch einen Notar durchgeführt, kann aber auch durch einen Rechtsanwalt oder einen "hiezu befugten Gewerbetreibenden" (damit sind vor allem Immobilientreuhänder, also Makler, gemeint) erfolgen, wie es im Gesetz heißt.

Feilbietungsbedingungen: Die Feilbietungsbedingungen müssen unter anderem das geringste Gebot, Bestimmungen über die Zahlung des höchsten Gebots sowie Bestimmungen über die Sicherung des Rechtserwerbs (vor allem die Anmerkung der Rangordnung für die beabsichtigte Veräußerung) enthalten. Sowohl Verkäufer als auch Bieter müssen sich den Versteigerungsbedingungen unterwerfen (Unterschrift). Es ist anzuraten, die Feilbietungsbedingungen von einem Juristen erstellen zu lassen. Das darf aber nicht der Notar sein, der mit der Versteigerung beauftragt wurde.

Vor der Versteigerung: Die Versteigerung muss mindestens drei Wochen in der Ediktsdatei des Justizministeriums bekannt gemacht werden.

Ablauf der Versteigerung: Bieter müssen, sofern dies in den Feilbietungsbedingungen festgelegt ist, vor Beginn der Versteigerung eine Sicherheit bzw. das Vadium hinterlegen. Die Versteigerung erfolgt gemäß den Bestimmungen des gerichtlichen Versteigerungsverfahrens und wird so lange fortgesetzt, solange höhere Gebote abgegeben werden. Der Höchstbieter erhält den Zuschlag. Ist das Höchstbot nach Meinung des Verkäufers jedoch zu niedrig und ist in den Feilbietungsbedingungen ein entsprechender Passus niedergeschrieben, dann kann der Verkäufer die Annahme des Angebots verweigern. In diesem Fall erfolgt kein Eigentümerwechsel. Der Verkäufer muss allerdings die Kosten der Versteigerung bezahlen.

Was danach erfolgt: Nach erfolgtem Zuschlag hat der Käufer das Meistbot zu bezahlen. Die Summe wird an den Treuhänder überwiesen, der das Geld nach Tilgung allfällig aushaftender Verbindlichkeiten an den Eigentümer auszahlt. Grundsätzlich muss der Eigentümer die Verfahrenskosten tragen. In den Feilbietungsbedingungen kann jedoch auch anderes vorgesehen werden.

Für alle Fragen, die mit der Veräußerung einer Immobilie in Zusammenhang stehen, stehen Ihnen die Raiffeisen Immobilienmakler österreichweit zur Verfügung.

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