Drucken

Unternehmenswert

Die Ermittlung des Unternehmenswertes führt immer wieder zu Diskussionen
  • Was bestimmt den Wert meines Unternehmens?
  • Welche Besonderheiten gibt es bei der Bewertung von KMU?
  • Wodurch kann ich den Unternehmenswert gezielt steigern?
  • Wie schaffe ich eine gute Verhandlungsbasis für den Verkauf?

Die Ermittlung des Unternehmenswertes führt immer wieder zu – teils recht leidenschaftlich geführten – Diskussionen. Gar nicht so selten scheitert eine Nachfolge auch an dieser Frage. Die Basis liefert Ihnen eine professionelle Unternehmensbewertung. Wie weit sich der ermittelte Wert dann vom tatsächlichen Kaufpreis unterscheidet, ist letztendlich auch eine Frage von Angebot und Nachfrage sowie Ihres Verhandlungsgeschickes. Denn wer die besseren Argumente hat, führt das Gespräch!

Sichern Sie sich diesen Wettbewerbsvorteil für eine erfolgreiche Firmenübergabe. Ihr Raiffeisenberater ist Ihnen bei der Bewertung der finanziellen Ressourcen Ihres Betriebes gerne behilflich.

Vorgangsweise

Bei der Ermittlung des Unternehmenswertes wird die Firma als Einheit mit ihrem Kundenstock, den Mitarbeitern, den aktuellen Produkten und Dienstleistungen, dem Standort und ihren betrieblichen Einrichtungen bewertet. Dabei steht die geschaffene, künftige Ertragskraft des Unternehmens im Vordergrund. Die zukünftig erzielbaren Gewinne und der sich daraus ergebende entnehmbare Cashflow werden auf Basis des heute bereits Geschaffenen geschätzt. Dabei wird die Wahrscheinlichkeit bzw. das Risiko des Eintritts der zukünftigen Erfolge berücksichtigt. 

Bei der Schätzung der künftigen Erträge werden auch allgemeine Unternehmensrisken (wie z. B. Gefahr von Konjunkturschwankungen, Branchenrisken etc.) berücksichtigt. Schließlich könnte ein Erwerber – anstatt in ein Unternehmen zu investieren – auch eine langfristige, risikoarme Geldanlage wählen. Lediglich nicht für die Führung des Unternehmens notwendige Vermögensgegenstände oder solche mit besonderen stillen Reserven – beides trifft häufig auf Grundstücke zu – werden gesondert, in diesem Fall durch eine Liegenschaftsbewertung, beurteilt.

Wesentliche Grundlage einer Unternehmensbewertung sind daher die konkret zu erstellenden Planrechnungen für die nächsten Jahre, welche auf Plausibilität durchgesehen und in mehreren Szenarien gerechnet werden sollten. Dabei dienen meist die Jahresabschlüsse der drei letzten, vorangegangenen Jahre einer zusätzlichen Orientierung und einem Vergleich. Diese sollen aber erforderliche Planrechnungen für die Zukunft niemals ersetzen. Grundlage für den Unternehmenswert ist damit das heute bereits konkret geschaffene Ertragspotenzial und die Abschätzung der daraus plausibel erzielbaren nachhaltigen Zukunftserfolge in Form von entnehmbaren Cashflows.

Was bestimmt die Attraktivität eines Unternehmens?

  • Kundenstock und dessen Potenzial für die Zukunft
  • Rentabilität und Zahlungsfähigkeit der Kunden
  • Produkte/Dienstleistungen und Stärke des Mitbewerbs, heute und in absehbarer Zukunft
  • Zuverlässigkeit und Qualifikation der Mitarbeiter, Persönlichkeit und Vertrauen in die Fähigkeiten des Unternehmers
  • Standort und dessen Zukunftsaussichten
  • Unternehmensrisiken und künftige Profitabilität

KMU Bewertung

Bei der Bewertung von Klein- und Mittelbetrieben und Unternehmen von Freiberuflern sind folgende Fragen besonders zu berücksichtigen:

  • Wie hoch ist der Unternehmerlohn für laufende Arbeitsleistungen des Inhabers, der kein Gehalt bezieht?
  • Wie wirkt sich das Ausscheiden des bisherigen Unternehmers auf den Geschäftserfolg aus? Mit ihm könnte auch das berufliche Netzwerk plötzlich wegfallen.
  • Kann branchen- und betriebsbezogen überhaupt von einem übergabefähigen Kundenstock gesprochen werden? Falls nicht, wird im Wesentlichen der Wert der vorhandenen Substanz der Firma zu bewerten sein.
  • Ist sichergestellt, dass sämtliche betriebliche Erträge einbezogen und ausschließlich betrieblich veranlasste Aufwendungen berücksichtigt wurden?
  • Wurde laufend investiert oder müssen nun große Investitionen getätigt werden?
  • Besteht ein nachvollziehbarer Überblick über die zu erwartende künftige Unternehmensentwicklung und liegen zuverlässige Planrechnungen für die nächsten Jahre vor?
  • Sind allgemeine Markt- und Bewertungsvorstellungen der Branche als Vergleichswert zur Plausibilisierung der Unternehmenswertberechnung herangezogen worden?

Unternehmenswert und Kaufpreis

Die Unternehmensbewertung liefert dem Verkäufer betriebswirtschaftliche Anhaltspunkte für einen persönlichen Mindestverkaufspreis, dem Käufer für einen betriebswirtschaftlich gerechtfertigten Maximalkaufpreis, als Richtschnur bei Preisverhandlungen oder einer Vermögensaufteilung.

Das letztlich erzielte Ergebnis ist aber auch eine Frage von Angebot und Nachfrage. Neben dem betriebswirtschaftlich gerechtfertigten Unternehmenswert spielt aber natürlich auch Ihr eigenes Verhandlungsgeschick eine Rolle.

Erfolgreiche Unternehmer bewerten Ihren Betrieb durchaus auch jährlich, um den jeweils aktuellen Unternehmenswert festzustellen. Daran lässt sich auch der Vermögensauf- oder auch -abbau messen. Dies dient als Grundlage für gezielte Maßnahmen zur Steigerung des Unternehmenswertes.

Eckpunkte einer betriebswirtschaftlichen Unternehmenswert-Ermittlung

  • Stellen Sie durch konkrete Planrechnungen fest, wie hoch künftig erzielbare Jahresergebnisse und entnehmbare Cashflows sein werden.
  • Fassen Sie jene wirtschaftlichen und rechtlichen Faktoren zusammen, die den zukünftigen Erfolg des bewerteten Unternehmens bestimmen.
  • Ist der Zeitraum zur Erreichung dieser geschätzten künftigen Erfolge begrenzt (Konzessionen, Wettbewerbsveränderungen, Patente, Produktveränderungen, Mitbewerb, Standort etc.)?
  • Unternehmer-Risiko: Wie hoch ist das Risiko von Ergebnisschwankungen oder Einbrüchen in der Branche und im Unternehmen selbst?

 

Branchen-Kennzahlen, so genannte Multiplikatoren, sind zwar sinnvoll und können als Vergleichswerte dienen, allerdings fehlt die Berücksichtigung der individuellen Unternehmenssituation. Denn oft halten sich solche Faustzahlen in der Branche jahrelang, obwohl sich Spannen, Kosten und Zukunftsaussichten zwischenzeitlich deutlich verändert haben. Bei KMU sowie Freien Berufen ist besonders zu beachten, welche Auswirkungen der Wechsel in der Person des Unternehmers und sein persönliches Netzwerk auf das Unternehmen haben.

Ansprechpartner

Unternehmensnachfolge – Ihre Ansprechpartner in den Bundesländern

Raiffeisen-Landesbank Steiermark
Mag. Thomas Peinsith
Kaiserfeldgasse 5-7
8011 Graz

+43 316 40 02-2163
thomas.peinsith@rlb-stmk.raiffeisen.at
Raiffeisenverband Salzburg
Mag. Thomas Treffner
Schwarzstraße 13-15
5020 Salzburg
+43 662 88 86-14830
thomas.treffner@rvs.at

Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien
Mag. Bernhard Rak
F. W. Raiffeisenplatz 1
1020 Wien

+43 5 17 00-92676
bernhard.rak@raiffeisenbank.at
Raiffeisenlandesbank Burgenland
Mag. Johannes Handler
Raiffeisenstraße 1
7001 Eisenstadt

+43 2682 691-612
johannes.handler@raiffeisen-burgenland.at

Raiffeisenlandesbank Kärnten
Mag. Manfred Wilhelmer
Raiffeisenplatz 1
9020 Klagenfurt
+43 463 993 00-2432
manfred.wilhelmer@rbgk.raiffeisen.at
Raiffeisenlandesbank Oberösterreich
Robert Preinfalk
Europaplatz 1a
4020 Linz
+43 732 65 96-2453
preinfalk@rlb-ooe.raiffeisen.at
Raiffeisen-Landesbank Tirol AG
Markus Tollinger 
Adamgasse 1-7
6020 Innsbruck
+43 512 53 05-13669 
markus.tollinger@rlb-tirol.at
Raiffeisenlandesbank Vorarlberg
Mag.(FH) Nicole Puckl
Rheinstraße 11
6901 Bregenz
+43 5574 405-679
nicole.puckl@raiba.at

Raiffeisen Zentralbank Österreich AG
Prok. Diana Zack
Am Stadtpark 9
1030 Wien

+43 1 262 16-1054
diana.zack@rzb.at