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Steuern bei Anleihen und Zertifikaten

Steuern bei Anleihen und Zertifikaten

Für die Erträge von Anleihen und Zertifikaten ist Steuer zu bezahlen. Bei seit dem 1. April 2012 erworbenen Anleihen und Zertifikaten sind auch die Kursgewinne zu versteuern.

Für die meisten – inländischen bzw. im Inland bezogenen ausländischen Kapitalerträge – ist die Kapitalertragsteuer (KESt) zu zahlen. Diese beträgt 25 Prozent für Sparbuchzinsen und 27,5 Prozent für Erträge von Wertpapieren (Dividenden, realisierte Kursgewinne, …). Die KESt-Besteuerung hat einen Vorteil: Sie müssen die betreffenden Kapitalerträge nicht mehr in Ihre Steuererklärung aufnehmen, da mit der Zahlung der KESt die Einkommensteuer abgegolten ist. Hierbei spricht man von Endbesteuerung.

Mit der KESt sind die Besteuerung der Zinserträge von Sparbüchern (auch Bausparen, Online Sparen), die Besteuerung der Erträge (= Dividenden) von Aktien bzw. der Investmentfonds sowie die Besteuerung allfälliger Kursgewinne abgedeckt.

Welche Spezialfälle gibt es darüber hinaus?

Anleihen und Zertifikate: Für die Erträge von Zertifikaten und Anleihen ist die Kapitalertragsteuer in Höhe von 27,5 Prozent fällig. Kursgewinne von Anleihen und Zertifikaten, die seit dem 1. April 2012 gekauft wurden, sind ebenfalls steuerpflichtig.

Wohnbauanleihen: Hierbei handelt es sich um steuerbegünstigte Anleihen zur Förderung des Wohnbaues. Die Verwendung der Anleiheerlöse ist vom Gesetzgeber exakt vorgegeben. Wohnbauanleihen weisen einen besonderen steuerlichen Vorteil auf: Die Zinsen sind für Privatanleger bis zum Ausmaß von vier Prozent von der KESt befreit. Für realisierte Kursgewinne ist die Wertpapier-KESt von 27,5 Prozent zu zahlen.