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Hypothek und Verpfändung: Die wichtigsten Fragen

Hypothek und Verpfändung

Wenn Sie eine Finanzierung in Anspruch nehmen, benötigt Ihre Bank Sicherstellungen. Die Einräumung eines Pfandrechtes ist die wesentlichste Sicherstellung. Worauf kommt es dabei an?

 

Was bedeutet Verpfändung?

Eine Verpfändung ist die Einräumung eines Pfandrechts. Dieses bedeutet das Recht der Bank, aus Sachen oder Rechten Befriedigung zu erlangen, wenn der Schuldner seiner Zahlungsverpflichtung nicht nachkommt.

Wie läuft eine Verpfändung ab?

Bei beweglichen Sachen wird die Verpfändung durch Übergabe des Objektes begründet. Sie kann aber auch durch Verständigung (etwa der Versicherungsgesellschaft) begründet werden. Bei unbeweglichen Sachen (Immobilien) erfolgt die Begründung durch Eintragung ins Grundbuch.

Was kann verpfändet werden?

Als Sicherstellung können unter anderem Wertpapiere, Sparbücher, Lebensversicherungen, Grundstücke, Gebäude, Schmuck und Antiquitäten verpfändet werden. Um ein Objekt verpfänden zu können, müssen Sie naturgemäß selbst Besitzer dieses Objektes sein. Ist dies nicht der Fall, so müssten Sie das Einverständnis des tatsächlichen Eigentümers zur Verpfändung nachweisen.

Was ist eine Hypothek?

Wenn ein Grundstück oder Gebäude zur Sicherung eines Darlehens herangezogen wird, so wird das als Hypothek bezeichnet. Damit kann der Kreditgeber die Immobilie notfalls zwangsversteigern lassen, falls das Darlehen nicht zurückgezahlt wird.

Ist eine Hypothek mit Kosten verbunden?

Grundsätzlich ja, und zwar fallen 1,2 Prozent des Pfandrechts als Gebühren für die Eintragung der Hypothek ins Grundbuch an.

Wird die Hypothek mit den Rückzahlungen geringer?

Das kommt darauf an. Die so genannte Festbetragshypothek ist nur zur Sicherstellung einer bestimmten Summe bestimmt. Der Wert der Hypothek fällt mit dem Saldo des Kredits.

In der Praxis die gängigste Variante ist die Höchstbetragshypothek: Sämtliche Forderungen, die aus dem gesicherten Kreditgeschäft entstehen, sind bis zu einem Höchstbetrag pfandrechtlich abgedeckt.

Warum ist das Pfandrecht höher als die Darlehenssumme?

Das Pfandrecht ist im Regelfall höher als die Darlehenssumme, da für den Fall des Falls zusätzliche Kosten (etwa die Verwertung des Pfandes) zu berücksichtigen sind.

Was ist bei Lebensversicherungen zu beachten?

Bei der Kreditbesicherung durch Lebensversicherungen hat sich in Österreich die so genannte Vinkulierung eingebürgert. Im Wesentlichen bedeutet die Vinkulierung, dass der Versicherer Leistungen an den Versicherungsnehmer nur mit Zustimmung des Vinkulargläubigers, also der finanzierenden Bank, vornehmen darf.

 

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