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Darüber spricht der Markt!
Eurozonen-PMIs signalisieren: Ende der Rezession im Frühjahr!
Die Mitte Jänner veröffentlichten Vorabschätzungen der Eurozonen-Einkaufsmanager-indizes für Jänner (diese sind nur für Deutschland, Frankreich und die Eurozone verfügbar) signalisieren einmal mehr, dass die Konjunktur in der Eurozone nicht in jener schlechten Verfassung ist, wie es so manch negative Prognosen glauben machen wollen.
Wiewohl schon besser erwartet, wurden auch die optimistischsten Prognosen noch klar übertroffen: Der Eurozonen-Composite-Index (also Industrie und Dienstleistung gewichtet, gesamt) überstieg mit 50,4 erstmals seit August 2011 wieder die kritische Schwelle von 50 Indexpunkten und signalisiert, dass die europäische Wirtschaft in den Wachstumsbereich zurückgekehrt ist. Besonders positiv waren - einmal mehr - die Zahlen aus Deutschland (Composite bei 54,0 nach 51,3 im Vormonat). Aber auch der französische PMI könnte sich verbessern (Composite von 50,0 auf 50,9).
Wir sehen uns durch die heutigen Zahlen in unserer Einschätzung bestätigt, dass das Winterhalbjahr sehr wohl schwach war, der Rest des Jahres 2012 jedoch deutlich besser verlaufen wird. Zwei Gründe können dafür angeführt werden: Einerseits hat sich das konjunkturelle Bild global erheblich verbessert (zum Teil überraschend hohes Wachstum in den USA und in China). Als zweiter Grund kann das starke Eingreifen der EZB genannt werden: Die Einführung der Dreijahrestender (im Rahmen des ersten am 21.12. holten sich die Geschäftsbanken der Eurozone 489 Mrd. EUR, der zweite folgt am 28.2.) wird von vielen Analysten als "game changer" in der Staatsschuldenkrise angesehen. Die Liquiditätsversorgung der Banken ist nun auf lange Zeit sichergestellt, was dem Finanzmarkt Vertrauen zurückgibt.
Zu viel Euphorie ist jedoch nicht angebracht: Die Verhandlungen rund um die Beteiligung des privaten Sektors am Schuldenschnitt Griechenlands (dies ist wesentliche Voraussetzung für neue Gelder von IWF und EZB) ziehen sich hin, vieles ist nach wie vor unklar. Dies dürfte die Wirtschaft noch einige Zeit belasten, weshalb das BIP auch in der zweiten Jahreshälfte nur schwach wachsen wird. Ein Nullwachstum für die gesamte Eurozone im Jahr 2012 wäre aus heutiger Sicht schon ein durchaus erfreuliches Ergebnis.

Stand: 24. Jänner 2012
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