Raiffeisen Immobilienfonds zurück
Rück- und Ausblick
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In den ersten beiden Quartalen des Jahres 2009 setzte sich der nach der Lehmann-Pleite im September 2008 eingeleitete rasante und globale wirtschaftliche Abschwung fort. |
Nach den Rettungspaketen für die relevanten Systembanken folgten im 1. Halbjahr 2009 Konjunkturpakete für besonders betroffene Branchen wie die Autoindustrie („Abwrackprämie“) oder die Bauindustrie („thermische Sanierung“). Der Einbruch in der Investitions- und Vorsorgegüterproduktion konnte dadurch aber nicht gestoppt werden.
Arbeitsmarktpolitisch wurden Maßnahmen wie staatlich geförderte Kurzarbeitsmodelle umgesetzt, die zu einem zeitverzögerten und moderateren Anstieg der Arbeitslosenzahlen in Europa führten. Überraschend für alle Marktteilnehmer war, dass sich die Finanzkrise so schnell, massiv und global auswirken konnte und innerhalb kürzester Zeit das Vertrauen am Finanzmarkt erschütterte. Die Banken nutzten das bereitgestellte Staatskapital jedoch nur zu einem Teil für die Kreditneuvergabe. Der Großteil des Geldes floss in die Stärkung der Eigenkapitalquote. Seit März 2009 begannen sich parallel zu diesen Entwicklungen die Aktienmärkte zu erholen. Die Leitzinsen wurden sukzessive gesenkt und liegen seit Mai 2009 bei 1 Prozent. Die Teuerung sank im Gegenzug auf 0 Prozent.
Die europäischen Immobilienmärkte gaben im 1. Halbjahr 2009 weiter nach. Das Transaktionsvolumen, das heißt der Wert und die Zahl der gehandelten Immobilien, blieb deutlich hinter den Erwartungen und den Zahlen der vergangenen 6 Jahre. In besonders betroffenen Ländern wie Großbritannien, Spanien, Niederlande, Ungarn, Ukraine und Russland wurden überhaupt keine nennenswerten Immobilienankäufe getätigt. Nachdem die Nachfrage aufgrund der mangelnden Liquidität und Finanzierbarkeit deutlich nachgab, fielen auch die Preise für Immobilien um bis zu 25 Prozent.
Der Raiffeisen-Immobilienfonds versuchte möglichst zeitnah und transparent, aber ohne Hektik die Entwicklungen am Immobilienmarkt abzubilden, um im Interesse der Anteilsscheininhaber und entsprechend der gesetzlichen Rahmenbedingungen den Wert der Anteilscheine den erzielbaren Verkaufspreisen der Immobilien möglichst entsprechen zu lassen. Dies führte zu außerordentlichen Wiederbewertungen der bereits gekauften Immobilien zu Beginn des Jahres 2009 und vor dem Hintergrund der Finanzkrise notwendigerweise zu Preiskorrekturen der Immobilien nach unten.
Seit Mai 2009 hat sich die Lage auf den Investmentmärkten zunehmend stabilisiert. Es werden wieder vermehrt Immobilien gekauft, allerdings derzeit eher kleinere Objekte bis zu einer Investitionssumme von ca. 30 Millionen Euro. Der Trend ist eindeutig positiv. Unsicherheit herrscht aber noch über die Nachhaltigkeit der Erholung der Gesamtwirtschaft, die, sollte sie nicht zutreffen, zu (weiteren) Sparprogrammen der Unternehmen führen könnte und auch Kostenreduktionen bei den Mieten bringen dürfte.
Der Raiffeisen-Immobilienfonds konnte noch im Juni 2009 zwei Mietverträge für die Objekte Erfurt und Kassel mit bonitätsstarken Mietern abschließen und dadurch Vollvermietung erreichen. Zudem wurde der Mietvertrag für das Büroobjekt Nanterre um 14 Monate verlängert.
Der Vertrauensverlust der Anleger in Investmentprodukte und die Sorge um die weitere wirtschaftliche Entwicklung führte von September 2008 bis Juni 2009 zu massiven Mittelabflüssen. Trotzdem ist es im Unterschied zu anderen Immobilienfonds gelungen, den Raiffeisen-Immobilienfonds offen zu halten. Damit blieb es den Anlegern möglich, ihre Anteilsscheine zurückzugeben. Seit den Sommermonaten 2010 hat die Verunsicherung deutlich abgenommen und zu ersten moderaten Zuflüssen geführt. Die niedrigen Sparzinsen und das Auslaufen der staatlichen Garantie ohne Betragsbeschränkung Ende des Jahres 2009 sowie steigende Inflationsprognosen machen alternative Veranlagungsformen wie Immobilienfonds wieder interessanter.
Was bringt die Zukunft? Nach den letzten statistischen Daten für das 3. Quartal 2009 und den Prognosen der Wirtschaftsforscher für 2010 erholt sich die Wirtschaft rascher als erwartet. Das wird selbstverständlich den Immobilienmärkten sehr gut tun, denn nur in Wachstumsphasen werden neue Mietflächen nachgefragt. Allerdings hinken Immobilienmietmärkte dieser Entwicklung immer etwas zeitlich hinterher.
Der Raiffeisen-Immobilienfonds wird weiter offen und transparent die Werte der Immobilien darstellen, wird attraktive neue Immobilien kaufen, sich aktiv um Mieter und Vermietungen kümmern und die Immobilien gut in Schuss halten. Die zahlreichen Anleger, die im Fonds veranlagt geblieben sind, werden den durch diese „Jahrhundertkrise“ im Jahr 2009 erlittenen Verlust von ca. 7 Prozent in den nächsten zwei bis drei Jahren wieder wett machen können. Rückblickend werden Immobilienfonds sich dann letzten Endes doch als krisenresistente Veranlagung erwiesen haben.
Immobilienveranlagungen in Form von geschlossenen Fonds oder anderen rechtlichen Konstruktionen werden in Zukunft strengeren Auflagen und Kontrollen unterworfen werden. Ein entsprechender Richtlinienentwurf der EU-Kommission existiert bereits. Für offenen Immobilienfonds könnte diese Entwicklung ein Wettbewerbsvorteil sein, da sie bereits jetzt strengen gesetzlichen Regeln und einer Kontrolle durch die Finanzmarktaufsicht unterliegen und sich so voll auf das Immobiliengeschäft konzentrieren können, während Mitbewerber dies erst in ihren Organisationen und Investments umsetzen müssen.
All das spricht für den Raiffeisen-Immobilienfonds als attraktiven Portfoliobestandteil. Denn schon ab 30 Euro im Monat können Sie mittels Raiffeisen-Fondssparen ein „Haus kaufen“, das kein Haus kostet.
Hier noch ein interessanter Einzeltitel im Immobilienbereich:
Conwert Immobilien Invest SE




