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Raiffeisen-Holding NÖ-Wien: Jahresabschluss 2010


Dr. Kurt Miesenböck, GD Mag. Erwin Hameseder und Mag. Michaela Steinacker präsentieren die Bilanzzahlen vom Jahr 2010.

Die Fotos zur Bilanz-Pressekonferenz finden Sie hier...

Konzernergebnis um 75 Prozent auf 367 Mio. Euro gestiegen 
Mit einem Konzernergebnis von 367 Mio. Euro – das entspricht einem Plus von 75 Prozent – hat die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien-Gruppe ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2010 hinter sich. Der Konzern-Jahresüberschuss nach Steuern und Fremdanteilen konnte gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt werden. Er betrug im abgelaufenen Jahr 284 Mio. Euro (VJ: 118 Mio. Euro). Dazu Generaldirektor Mag. Erwin Hameseder: „Dieser Ergebnissprung zeigt, dass sich Stabilität bezahlt macht und beweist die Richtigkeit und Qualität des Geschäftsmodells, das auf nachhaltiges Wachstum abzielt.“

125 Millionen Euro investiert – 20,3 Mrd. Euro Industrieumsatz
Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien hat sich im vergangenen Jahr bei Investitionen bewusst zurückgenommen und den Fokus auf selektives, nachhaltiges Wachstum gelegt. So hat sie im abgelaufenen Geschäftsjahr im Kerngeschäft Beteiligungen und Immobilien rund 125 Mio. Euro investiert.

Trotz teilweise schwieriger Bedingungen auf den Märkten konnten die Industrie- und Dienstleistungsunternehmen der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien Gruppe im abgelaufenen Jahr den Umsatz mit 20,3 Mrd. Euro in etwa auf gleichem Niveau wie im Vorjahr halten. Die Beteiligungsunternehmen investierten im abgelaufenen Jahr rund 930 Mio. Euro.

Einzigartige Diversifikation – sechs Säulen
Die einzigartige Diversifikation der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien verleiht der Gruppe große Stabilität. Das Portfolio umfasst sechs Kerngeschäftsfelder: Bankgeschäft, Industrie - also Nahrungsmittelindustrie und Bau, Medien, Dienstleistungen und Immobilien sowie Erneuerbare Energien. Diese breite Aufstellung ermöglicht einen Ausgleich zwischen den einzelnen Branchen. Die insgesamt 720 Beteiligungsunternehmen haben das Jahr 2010 trotz weiterbestehender Volatilitäten auf den Rohstoff- und Finanzmärkten gut bewältigt. Dazu haben unter anderem rechtzeitig gestartete Kostenoptimierungs- und Effizienzprogramme sowie zahlreiche Innovationen beigetragen.

Bilanzsumme wächst auf 34,6 Mrd. Euro – 3,4 Mrd. Konzerneigenkapital (plus 14 Prozent)
Bei einer Konzern-Bilanzsumme von 34,6 Mrd. Euro (VJ: 33,6 Mrd., plus 3 Prozent) verfügt die Raiffeisen-Holding Kreditinstitutsgruppe über eine sehr solide Finanzierungsstruktur. Das Konzerneigenkapital stieg 2010 um 14 Prozent und beträgt nunmehr 3,4 Mrd. Euro (VJ: 3,0 Mrd.). Damit kann die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien auf eine sehr solide Kapitalbasis verweisen. Die Eigenmittelquote bezogen auf das Gesamtrisiko ist mit 16,1 % (VJ: 15,0) ebenso wie die Kernkapitalquote mit 10,9 % (VJ: 9,6) auf sehr hohem Niveau.

Bedeutender Investor in der Ostregion auch bei Immobilien
Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien fördert und investiert gezielt in der Ostregion Österreichs und ist ein starker und zuverlässiger Partner der Bevölkerung. Im Immobilienbereich ist sie ein bedeutender Investor. So beliefen sich die Gesamtinvestitionskosten für die Immobilien per Ende 2010 auf rund 719 Mio. Euro. Darin finden sich vor allem Bürohäuser, Einzelhandelsimmobilien sowie Projekte im Gesundheitsbereich vor allem in Niederösterreich und Wien. Im Geschäftsjahr 2010 betrugen die Eigenkapitalinvestitionen in Immobilienprojekte rund 70 Mio. Euro.

Bürohäuser als „Green Building“
Besonders im Bereich der Büroimmobilien gewinnen Energieeffizienz und hohe ökologische Standards immer mehr an Bedeutung. Mit den zwei laufenden Projekten – dem Zubau zum Raiffeisenhaus Wien und dem Büro-Gebäudekomplex Greenworx – setzt die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien neue Maßstäbe in Sachen nachhaltige Büroimmobilien.

Neben dem Raiffeisenhaus Wien am Wiener Donaukanal entsteht gerade ein Bürohaus-Zubau, für den heute die Grundsteinlegung stattfindet. Er wird nach Fertigstellung am Ende des 3. Quartals 2012 eine Höhe von 78 m und eine vermietbare Fläche von rd. 20.000 m² haben. Die neugewonnenen Büroflächen werden für rund 900 Mitarbeiter der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien und deren Netzwerkunternehmen zur Verfügung stehen. Das neue Gebäude wird als energieeffizientes „Klimaschutz Hochhaus“ errichtet, das neue Maßstäbe für ein Bürogebäude setzt. Knapp mehr als 5 % des Gesamtinvestitionsvolumens wird in Maßnahmen zur Hebung der Energieeffizienz investiert. Damit gelingt es, die Energiekosten, die für ein herkömmliches Bürohaus anfallen, auf rund die Hälfte zu reduzieren.

Unter dem Namen „Greenworx“ errichtet die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien - gemeinsam mit der S+B Gruppe AG als 50-Prozent Partner - in der Lassallestraße im 2. Wiener Gemeindebezirk auf einer Grundstücksfläche von rund 8.000 m² (und 19.000 m² Nutzfläche) einen multifunktionalen Gebäudekomplex. Dieser zeichnet sich ebenfalls durch modernste Klimatechnik und energieeffiziente Bauweise aus. Greenworx gilt als Vorzeigeprojekt im aufstrebenden Stadtentwicklungsgebiet zwischen Wiener Prater und Messe Wien. Die Fertigstellung ist für Anfang 2012 geplant (Gesamtinvestitionskosten: 70 Mio. Euro.).

Wachstumsgeschäftsfeld Erneuerbare Energien
Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien wickelt ihre Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energie über ihre 100-Prozent Tochter RENERGIE Raiffeisen Managementgesellschaft für erneuerbare Energie, kurz RENERGIE, ab. Dazu zählen Biogasanlagen, Wind-
und Wasserkraft- sowie Photovoltaikanlagen im In- und Ausland. RENERGIE hat derzeit zehn erneuerbare Energie-Produktionsanlagen in Betrieb und damit ein Gesamtinvestitionsvolumen von 45 Mio. Euro umgesetzt. In den nächsten zwei Jahren sind bis zu rund 100 Mio. Euro an Kapital für dieses Geschäftsfeld geplant. Das entspricht einem Gesamtinvestitionsvolumen von bis zu rund 350 Mio. Euro.

Erfolge im In- und Ausland sichern Arbeitsplätze – Erfolg teilen
Die Beteiligungen der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien sind international tätig. Mehr als 80 Prozent des Umsatzes kommen aus dem Ausland. Mit diesem Engagement sichern die Unternehmen letztlich auch die Arbeitsplätze im Inland ab. Knapp 26.500 Beschäftigte haben in Österreich in einem Unternehmen der Gruppe einen Arbeitsplatz.

Niederösterreich und Wien stehen im Zentrum der Aktivitäten der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien. Die Erträge werden in die regionale Wirtschaft investiert. So haben die Beteiligungsunternehmen im Jahr 2010 rund 100 Mio. Euro in Österreich investiert - mit dem Schwerpunkt auf Wien und NÖ - und damit die regionale Wirtschaft angekurbelt. Dazu Mag. Hameseder: „Wir teilen unseren Erfolg gemäß unserer Devise: Verantwortung statt Gewinnmaximierung.“

Raiffeisen-Holding NÖ-Wien auf der Überholspur
Das Jahr 2011 gibt Anlass zu Optimismus. Die Wachstumsaussichten verbessern sich weiter. Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien wird auch 2011 ihren strategischen Kurs beibehalten. „Wir werden weiterhin dort investieren, wo es sinnvoll ist. Keinesfalls geht es uns um die schnelle Chance, sondern um nachhaltiges Wachstum“, so Hameseder. Sowohl das Bankgeschäft als auch die Industrie- und Dienstleistungsbeteiligungen werden von der konjunkturellen Entwicklung profitieren, jedoch weiterhin von den Volatilitäten auf den Märkten betroffen bleiben.

„Wir sind gut kapitalisiert und stehen daher auf der Käuferseite. Stabilität macht sich bezahlt! Damit können wir auch weiterhin flexibel auf Veränderungen auf den Märkten reagieren“, betont Mag. Hameseder. Für das Jahr 2011 erwartet er für den Raiffeisen-Holding Konzern eine weitere Ergebnisverbesserung um 10 bis 15 Prozent. „Wir haben in schwierigen Zeiten Stärke bewiesen und sind jetzt auf der Überholspur!“, so Hameseder abschließend.


Rückfragehinweis:
Raiffeisen-Holding NÖ-Wien
Dr. Michaela Stefan
Tel.: 01-21136-2419
E-Mail: michaela.stefan@rh.raiffeisen.at
www.rhnoew.at