Österreich ist zu klein zurück

Dies ergab eine Studie zum Rohstoffpotenzial

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>>> Die Kurzfassung der Studie finden Sie hier. ________________________________________________________________________________________

Wien (29. Mai 2007). Selbst unter optimistischen Schätzungen können die verfügbaren Biomasse-Ressourcen nicht alleine aufgebracht werden, um die Ziele des Österreichischen Biomasse-Aktionsplanes zu erreichen. Bis 2010 werden – je nach Szenario – maximal 200.000 Hektar Flächenäquivalent an zusätzlichem Rohstoffpotenzial für Erneuerbare Energie aus der Landwirtschaft zur Verfügung stehen. Dies ergibt eine Studie, die von der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien in Auftrag gegeben wurde, um die Situation für Energierohstoffe in Österreich zu evaluieren. „Dennoch handelt es sich hier um ein großes Potenzial, das die Politik durch entsprechende Rahmenbedingungen aktivieren muss. Raiffeisen steht dafür als wichtigster Partner der Landwirtschaft - auch bei Energierohstoffen - zur Verfügung“, erklärte Mag. Erwin Hameseder, Generaldirektor der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien.

100 Mio. Euro Eigenkapital für Erneuerbare Energien

Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien hat bereits im vergangenen Jahr mit dem Thema „Erneuerbare Energie“ ein neues Geschäftsfeld eröffnet und dafür insgesamt 100 Mio. Euro an Eigenkapital reserviert. Um die Projekte zu evaluieren und abzuwickeln, wurde die RENERGIE Raiffeisen Managementgesellschaft für erneuerbare Energie GMBH gegründet. Das erste Projekt von RENERGIE wird derzeit umgesetzt: eine Biogasanlage in Orth a.d. Donau ist bereits in Bau und wird noch in diesem Jahr in Betrieb gehen. RENERGIE prüft derzeit weitere Projekte in Österreich, Deutschland, Tschechien und Rumänien mit einem möglichen Gesamtinvestitionsvolumen von 400 Mio. Euro. Der Fokus wird auch in Zukunft stark auf Biogas-Projekten liegen.

4,6 Mio. Tonnen Rohstoffe von heimischen Bauern

Hameseder: „Wir sind mit unseren Unternehmen in der Lebensmittelwirtschaft als wesentlicher Abnehmer der agrarischen Rohstoffe schon seit langem der wichtigste Partner für die heimischen Bauern. Pro Jahr kaufen unsere Unternehmen in der Nahrungsmittelproduktion von den österreichischen Landwirten rund 4,6 Mio. Tonnen Rohstoffe im Gegenwert von mindestens 350 Mio. Euro. Diese Zusammenarbeit zwischen Raiffeisen-Verarbeitungsunternehmen und der Landwirtschaft als Lieferant wird sich weiter verstärken, wenn wir nun auch zum Käufer von ‚Energierohstoffen’ schlechthin werden.“

Raiffeisen-Holding-Gruppe entsprechend positioniert

Die von der Firma brainbows durchgeführte Studie zeigt, dass die Flächen in Österreich schon bald nicht mehr für die von der Politik ins Auge gefasste Produktion von Bioenergie ausreichen werden. Mit dem möglichen, zusätzlichen Flächenäquivalent für Bioenergie könnte man 7 Prozent des in Österreich verbrauchten Stromes (Basis 2005) erzeugen. „Welche Auswirkungen das auf bestehende und künftige Anlagen zur Erzeugung von Bioenergie hat, ist klar: Österreich wird zu klein. Um die Produktion von Erneuerbarer Energie in Österreich rechtzeitig sicherzustellen, müssen wir – nach Ausschöpfung sämtlicher heimischen Potenziale - künftig auf Rohstoffe aus unseren Nachbarländern zurückgreifen oder derartige Projekte direkt im Ausland realisieren“, erklärte Hameseder. Die Raiffeisen-Holding-Gruppe hat sich daher bereits entsprechend positioniert. Das zeigt das Beispiel der Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG LLI, die sich mit jüngsten Akquisition in Rumänien und Bulgarien den Zugang zu den Rohstoffen aus diesen Ländern sichert.

 

Rückfragehinweis:

Raiffeisen-Holding NÖ-Wien
Dr. Michaela Stefan-Jandl                          
Tel.: 01-21136-2419                                                                                                     
E-Mail: michaela.stefan-jandl@rh.raiffeisen.at   

bzw.
Katharina Fuchs
Tel.: 01-21136-2404
E-Mail: katharina.fuchs@rh.raiffeisen.at