Jahresabschluss 2006 zurück
Wirtschaften mit Sinn - Von West bis Ost
>>> Fotos der Bilanzpressekonferenz vom 27. April 2007 finden Sie hier. ________________________________________________________________________________________
Wien, 27. April 2007. Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien ist im Jahr 2006 erneut deutlich gewachsen. Das zeigen ein überaus gutes Konzernergebnis – operativ 46 % - sowie eine zweistellige Steigerung der Bilanzsumme und des Unternehmenswertes. Diese ausgezeichneten Bilanzzahlen sind Basis für die Fortsetzung der nachhaltigen Wachstums- und Erfolgsstrategie der gesamten Gruppe.
Hoher Zuwachs bei Ergebnis, Bilanzsumme und Unternehmenswert
Das Konzernergebnis vor Steuern lag im Jahr 2006 bei 503 Mio. Euro gegenüber
295 Mio. Euro im Jahr zuvor. Das entspricht einer Steigerung von 70 %. Darin enthalten sind Einmaleffekte in Höhe von 131 Mio. Euro, die sich durch den Verkauf der Raiffeisenbank Ukraine und TuranAlem in Kasachstan durch die Raiffeisen International ergeben. Bereinigt um die Einmaleffekte aus 2005 und 2006, liegt die Ergebnissteigerung noch immer bei 46 %.
Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Jahr 2005 um 2,3 Mrd. Euro bzw. 15 % von
15,7 Mrd. Euro auf 18 Mrd. Euro gewachsen.
Die gute wirtschaftliche Entwicklung der Beteiligungen ist die Grundlage für deren exzellente Wertsteigerung Der Unternehmenswert der Beteiligungen der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien stieg von 2005 auf 2006 von 3,1 Mrd. Euro auf rund 4 Mrd. Euro. Das entspricht einer Zunahme um rund 29 %.
28 % Steigerung beim Eigenkapital
Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien weist eine exzellente Eigenkapitalausstattung in Höhe von 2,4 Mrd. Euro auf. Das bedeutet eine Steigerung von 28 % gegenüber dem Vorjahr. Dieses Eigenkapital ist die Basis für solides Wirtschaften und weiteres Wachstum.
Mitarbeiter, Standorte und Investitionen
In der Gruppe sind insgesamt 134.000 (Vorjahr 114.000) Mitarbeiter - davon mehr als 55.000 aus dem Bankenbereich über RZB und Raiffeisen International - beschäftigt. An insgesamt 3.700 Standorten weltweit sind die Unternehmen der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien-Gruppe vertreten (Vorjahr: 3.240). Die Zunahmen sind vor allem auf das Wachstum der Strabag sowie der Raiffeisen International zurückzuführen.
Umsatz
Der erzielte Umsatz der Gruppe beträgt rund 17 Mrd. Euro (Vorjahr: 15,3 Mrd.) Mehr als drei Viertel des Umsatzes wurden im Ausland erwirtschaftet (13,8 Mrd.). Damit werden nicht nur das Wachstum und die Ertragskraft der gesamten Gruppe, sondern auch die Arbeitsplätze im Inland abgesichert.
Konzern-Bilanz im Detail
Die Finanzanlagen und Anteile assoziierter Unternehmen – Beteiligungen und Wert-papiere – wuchsen um rund 800 Mio. Euro bzw. 6 % von 5,3 Mrd. Euro auf 6,1 Mrd. Euro.
Die Forderungen an Kunden und Banken haben sich im Jahr 2006 um 12 % auf 9,7 Mrd. Euro erhöht, die Einlagen der Kunden und Kreditinstitute um 8 % auf 10,8 Mrd. Euro.
Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen und assoziierten Unternehmen stieg um
83 % auf 431 Mio. Euro. Dies spiegelt die erfolgreiche Entwicklung des RZB-Konzerns wider. Die übrigen Erträge aus den vollkonsolidierten Unternehmen wuchsen um rund
4 % auf 395 Mio. Euro.
Das konsequente Kostenmanagement im Konzern schlug sich in zum Vorjahr
unveränderten Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 323 Mio. Euro nieder.
Von West nach Ost
Die Unternehmen der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien-Gruppe engagierten sich sehr früh in den Ländern Mittel-, Ost- und Südeuropas. Seit Beginn der 90-er Jahre begannen sie mit dem Aufbau und der Akquisition von Unternehmungen in diesen Ländern. STRABAG, Leipnik-Lundenburger und AGRANA sind diesen Kurs im vergangenen Jahr erfolgreich weitergegangen. Insgesamt haben die Beteiligungsunternehmen der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien im Jahr 2006 rund 1,4 Mrd. Euro im Ausland investiert, davon zwei Drittel im Ausland.
Internationale Wettbewerbsfähigkeit beweist auch die NÖM, die im Jahr 2006 erstmals die 300-Mio. Euro-Umsatzmarke übersprungen hat, bei einem sehr guten Ergebnis von rund 13 Mio. Euro und einer Exportquote von 50 %. Mit ihren Produkten ist die NÖM ganz besonders in Westeuropa bestens positioniert.
Auch im Kerngeschäftsfeld Immobilien strebt die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien mit ihren Beteiligungen immer stärker in Richtung Mittel-, Ost- und Südeuropa. Das sektoreigene Immobilien-Unternehmen Raiffeisen evolution investiert mittlerweile rund 65 % seines Volumens in dieser Region.
Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2007
Erneuerbare Energien
Von Brüssel bis Niederösterreich herrscht breiter politischer Konsens darüber, dass
möglichst viel an fossiler Energie durch erneuerbare Energie ersetzt werden soll. Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien hat daher begonnen, das Geschäftsfeld „Erneuerbare
Energien“ aufzubauen und dafür insgesamt 100 Mio. Euro an Eigenkapital reserviert.
Die zu diesem Zweck gegründete RENERGIE Raiffeisen Managementgesellschaft für erneuerbare Energie GMBH (RENERGIE) prüft die geeignete Projekte und verwirklicht sie zum Teil auch schon. Erstes Projekt ist eine Biogasanlage in Orth an der Donau mit einer Investitionssumme von 3,7 Mio. Euro. Die Anlage ist bereits im Bau, noch heuer werden dort Strom und Wärme für regionale Netze produziert. RENERGIE wird den Fokus auch in Zukunft auf Biogas-Projekte legen.
Die in der Lebensmittelwirtschaft tätigen Unternehmen der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien-Gruppe sind wesentlicher Abnehmer der agrarischen Rohstoffe und schon seit langem der wichtigste Partner für die heimischen Bauern. Diese Zusammenarbeit wird sich weiter verstärken, wenn Raiffeisen nun auch zum Käufer von „Energierohstoffen“ schlechthin wird.
Verfügbare Rohstoffe
Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien hat gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer
Niederösterreich die Firma brainbows mit einer Studie zum in Österreich verfügbaren Rohstoffvolumen für die Bioenergie-Produktion beauftragt. Der Zwischenbericht zeigt: Die Flächen in Österreich werden schon bald nicht mehr für die von der Politik ins Auge gefasste Produktion von Bioenergie ausreichen.
Bis zum Jahr 2010 wird es in Österreich 135.000 Hektar bis 200.000 Hektar an möglichem, zusätzlichem Flächenäquivalent für Bioenergie geben. Mit diesem Potenzial könnte man 7 % des in Österreichisch verbrauchten Stromes (von 2005) erzeugen.
Um die Produktion von Erneuerbarer Energie in Österreich rechtzeitig sicherzustellen, müssen künftig Rohstoffe aus unseren Nachbarländern sowie weiteren Staaten
Osteuropas eingeführt werden.
Raiffeisen-Holding NÖ-Wien
Dr. Michaela Stefan-Jandl
Tel.: 01-21136-2419
E-Mail: michaela.stefan-jandl@rh.raiffeisen.at
bzw.
Katharina Fuchs
Tel.: 01-21136-2404
E-Mail: katharina.fuchs@rh.raiffeisen.at

