„Prinz Eugen Kaserne“ in Stockerau verkauft zurück

Bietergemeinschaft kauft 70 Hektar große Liegenschaft um über sechs Millionen Euro

 

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21. Dezember 2006. Die „Prinz Eugen Kaserne“ in Stockerau ist verkauft. Verkäufer des 69.527 Quadratmeter großen Areals ist die Republik Österreich, vertreten durch das Bundesministerium für Landesverteidigung. Käufer der Liegenschaft im westlichen Stadtgebiet von Stockerau ist ein Konsortium bestehend aus der Kasernen Immobilienerrichtungsgesellschaft mbH – einer Konzerngesellschaft der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien, an der auch die NÖ Hypo-Bank beteiligt ist – und der P.B.E. Immobilien GmbH, einem privaten Bauträger, der sich auf die Sanierung denkmalgeschützter Objekte spezialisiert hat. Der Kaufpreis beträgt 6,250.000 Millionen Euro.

Seit heute, Donnerstag 21. Dezember, sind alle „Stockerau-Verträge“ unterzeichnet. Die Transaktion ist rechtskräftig. Die Kasernen ImmobilienerrichtungsgesmbH erwirbt den denkmalgeschützten Lindenhof und Bauland im Ausmaß von rund 38.000 m². Die restlichen Flächen samt dem denkmalgeschützten Mannschaftsgebäude und Offiziersgebäude im Ausmaß von rund 11.000 m² und der Wald gehen an die P.B.E. Immobilien GmbH. Die Liegenschaft befindet sich in zentraler Wohnlage im westlichen Teil des Stadtgebietes von Stockerau.

Laut rechtskräftigem Flächenwidmungsplan besteht die Liegenschaft im Norden aus 20.225 Quadratmeter Grünland und im Süden aus 49.302 Quadratmeter Bauland.

Die Kasernen Immobilienerrichtungsgesellschaft mbH wird die Liegenschaft mit gemeinnützigen und gewerblichen Bauträgern entwickeln. Im Zentrum der Fläche ist die Errichtung geförderter Wohnungen durch gemeinnützige Bauvereinigungen geplant. Der Lindenhof im südwestlichen Bereich wird saniert und zu einem Wohngebäude umgebaut. Aus dem denkmalgeschützten Kasernenhauptgebäude und dem Offiziersgebäude werden großzügige Lofts bzw. Ateliers. Der nördliche Bereich der Liegenschaft ist für freifinanziertes Wohnen (Wohnungen bzw. Reihenhäuser) reserviert. Auf den Randflächen im östlichen und westlichen Bereich sind Einfamilien- oder Reihenhäuser vorgesehen. Der Wald bleibt erhalten. Insgesamt wurden seit Gründung der für die Abwicklung der Verkäufe zuständigen SIVBEG (Strategische Immobilien Verwertungs-, Beratungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH) österreichweit plangemäß über 20 Liegenschaften mit einem Gesamterlös von mehr als 30Millionen Euro verkauft. Fast ein Drittel der Verkäufe gingen in Niederösterreich über die Bühne.

SIVBEG (Strategische Immobilien Verwertungs-, Beratungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH)
Die Verkäufe der Liegenschaften des Bundesministeriums für Landesverteidigung (BMLV) werden in allen Fällen über die eigens dafür gegründete Tochtergesellschaft Strategische Immobilien Verwertungs-, Beratungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH abgewickelt. Eigentümer der SIVBEG sind BMLV (55 Prozent) und die Bundesimmobiliengesellschaft (45 Prozent).Nach Gründung der Gesellschaft im Oktober 2005, einer intensiven Phase der Aufbereitung und vorbereitender Entwicklung vieler Liegenschaften, werden nun hintereinander die Objekte und Grundstücke ausgeschrieben. Verkauft wird jede Liegenschaft für sich.

Grundsätzlich resultiert der Verkaufspreis aus einem Verkehrswertgutachten. Zu diesem Wert wird die Liegenschaft ausgeschrieben, die Angebote eingeholt und Verkaufsverahndlungen geführt. Vom Zeitpunkt der Aufbereitung bis zum tatsächlichen Verkauf ist ein Zeitraum von rund vier bis sechs Monaten eingeplant und branchenüblich, da es sich bei diesen Liegenschaften oft um mehrere Hektar große Sonderimmobilien handelt. Ein wesentlicher Beitrag zu einem erfolgreichen Verkaufsprozess ist die reibungslose Kommunikation zwischen Käufer (Investor/Developer), Verkäufer (BMLV) und Gemeinden als Widmungsinstanz. Die SIVBEG wurde als Maklergesellschaft gegründet, um diesen Interessensausgleich zu gewährleisten.

Rückfragen:
Mag. Ernst Eichinger, MBA, Pressesprecher SIVBEG, 0664/80745-1350

RAIFFEISEN-HOLDING NÖ-WIEN
Kasernen AG/Kasernen Immobilienerrichtungsgesellschaft

Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien ist eine Beteiligungsholding und managt als solche ein Netzwerk von mehr als 570 Beteiligungsunternehmen im In- und Ausland.

Für die nächsten Jahre wurde der strategische Fokus u.a. auf substanzielles Wachstum in den Geschäftsfeldern Immobilien und Public Private Partnership (PPP) gelegt. Die Wachstumsstrategie umfasst neben der Kernregion Niederösterreich-Wien das übrige Österreich, Deutschland, Ungarn, Slowakei, Tschechien sowie Rumänien. Der Schwerpunkt liegt bei den Immobilien im gewerblichen Bereich, also von Büros über Einkaufszentren bis hin zu Wirtschaftsparks.

Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien versteht sich einerseits als Investor in fertiggestellte, vermietete Objekte, andererseits auch als Projektentwickler, der für spezielle Kundenmaßgeschneiderte Lösungen anbietet. Im Bereich (PPP) liegt der Fokus auf Infrastruktur und Gesundheit.

Nach der Ankündigung der Republik Österreich, einen Teil der strategisch nicht erforderlichen Kasernenstandorte veräußern zu wollen, wurde gemeinsam mit der NÖ Hypo-Bank die Kasernen AG gegründet. Diese hat operativ die Akquisition von Kasernenstandorten übernommen. Die Kasernen AG kauft die Objekte nicht direkt, sondern überTochtergesellschaften, im Falle von Stockerau ist dies die Kasernen Immobilienerrichtungsgesellschaft mbH, die zu 100% im Eigentum der Kasernen AG steht.

Die Kasernen AG hat, ebenfalls über eine Tochter, neben Stockerau bereits in Innsbruck eine Teilfläche der Eugen Kaserne erworben. Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien ging zur Bearbeitung des Marktes einige strategische Kooperationen ein. So wurde für die Wiener Kasernen eine Kooperation mit dem WohnfondsWien ins Leben gerufen.

Rückfragen:
Dr. Michaela Stefan-Jandl, Raiffeisen-Holding NÖ-Wien, 01-211 36-2419
bzw. Katharina, Fuchs, Raiffeisen-Holding NÖ-Wien, 01 211 36-2404