Jahresabschluss 2005 zurück
Kraft. Dynamik. Stabilität
Der Konzernabschluss der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien wurde heuer erstmals in neuer Form nach IFRS – International Financial Reporting Standards – erstellt.
Zweistelliger Zuwachs bei Ergebnis, Bilanzsumme und Unternehmenswert
Das Konzernergebnis vor Steuern konnte im Jahr 2005 auf 295 Mio. Euro, also um rund 17 %, gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.
Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Jahr 2004 um 2,4 Mrd. Euro bzw. 18 % von 13,3 Mrd. Euro auf 15,7 Mrd. Euro gewachsen.
Der Unternehmenswert der Beteiligungen der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien stieg von 2004 auf 2005 von 2,5 Mrd. Euro auf rund 3,1 Mrd. Euro. Das entspricht einer Steigerung um rund 25 %. Die Gründe für diese starke Steigerung liegen einerseits in der äußerst erfolgreichen Entwicklung der Bankbeteiligungen in Mittel- und Osteuropa, andererseits im Erfolg der Industriebeteiligungen wie NÖM oder der Bauholding Strabag.
50 Prozent Steigerung beim Eigenkapital
Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien weist eine exzellente Eigenkapitalausstattung in Höhe von 1,8 Mrd. Euro auf. Diese stellt ein starkes Fundament für das Wachstum und die Risikotragfähigkeit dar. Das Eigenkapital wurde vor allem durch die sehr gute Ergebnisentwicklung des Konzerns um insgesamt 0,6 Mrd. Euro bzw. 50 % erhöht.
Mitarbeiter, Standorte und Investitionen
In der Gruppe sind insgesamt 114.000 (Vorjahr 81.000) Mitarbeiter - davon mehr als 46.000 aus dem Bankenbereich über RZB und Raiffeisen International - beschäftigt. Auch die Zahl der Standorte ist im vergangenen Jahr stark gestiegen, nämlich von 1.500 auf 3.240 im Jahr 2005. Die Zunahmen sind vor allem auf Erfolge im Ausland und hier besonders auf das Wachstum der Bauholding Strabag sowie der Raiffeisen International zurückzuführen. Die Unternehmen der Gruppe investierten im Jahr 2005 etwa 750 Mio. Euro in ihre Produktionsstätten.
Umsatz
Der erzielte Umsatz der Gruppe beträgt rund 15,3 Mrd. Euro. Das Umsatzwachstum – im Vorjahr betrug der Umsatz 11,2 Mrd. Euro - ist auf Zuwächse in der gesamten Gruppe zurückzuführen, insbesondere der Bauholding Strabag sowie der LLI.
Konzern-Bilanz im Detail
Die Finanzanlagen und Anteile assoziierter Unternehmen – Beteiligungen und Wertpapiere – sind um 1,2 Mrd. Euro bzw. 30 % von 4,1 Mrd. Euro auf 5,3 Mrd. Euro gewachsen.
Die Forderungen an Kunden und Banken haben sich im Jahr 2005 um 12,7 % auf 8,7 Mrd. Euro erhöht, die Einlagen der Kunden und Kreditinstitute um 11,1 % auf 10 Mrd. Euro.
Das Wachstum des Kreditgeschäftes und der Beteiligungserträge führte zur Zunahme des Zinsüberschusses nach Risikovorsorge auf 81 Mio. Euro bzw. um 32 % gegenüber dem Vorjahr. Die sehr gute Entwicklung des Wertpapiergeschäftes schlägt sich in der 11%-igen Steigerung des Provisionsüberschusses nieder. Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen und assoziierten Unternehmen ist um 17 % auf 246 Mio. Euro gestiegen.
Durch die Erweiterung des Vollkonsolidierungskreises im Mühlenbereich haben sowohl die Verwaltungsaufwendungen als auch die sonstigen betrieblichen Erträge deutlich zugenommen.
Geschäftsjahr 2005
Infrastruktur
Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien hat im vergangenen Jahr einen Fokus auf Investitionen in die Infrastruktur gelegt. Das betrifft Verkehrsinfrastruktur ebenso wie technische Infrastruktur.
Mit dem Erwerb von 40 % an der ORS, der Österreichischen Rundfunksender GmbH & Co KG , wurde sichergestellt, dass wichtige nationale Infrastruktur ausschließlich in österreichischer Hand bleibt. Mit der ORS werden alle Synergien
(z.B. Raiffeisen Rechenzentrum) genutzt, um gemeinsam mit dem ORF neue Märkte, insbesondere in Zentral- und Osteuropa, zu erschließen.
Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien hat sich im Rahmen eines rein österreichischen Konsortiums gemeinsam mit Siemens, der Vamed-Gruppe und der NÖ Landes-hypo um die Konzession für das hochmodernen Krebsforschungs- und Behandlungszentrum MedAustron (Gesamtinvestionskonsten: 135 Mio. Euro) beworben.
Die Präqualifikationsphase ist abgeschlossen, die Vergabeentscheidung wird für Ende 2006 erwartet. Die Fertigstellung ist für 2009 geplant.
Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2006
Erneuerbare Energien
Das Land NÖ legt ein Hauptaugenmerk auf Erneuerbare Energien und Umwelttechnologie. Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien ist – wie auch schon bisher – ein starker Partner des Landes und hat daher rund 100 Mio. Euro Eigenkapital für Erneuerbare Energien reserviert. Das ergibt ein Investitionsvolumen von 300 bis 400 Mio. Euro. Gemeinsam mit dem Land NÖ und weiteren strategischen Partnern wird die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien eine Plattform bilden. Wenn man davon ausgeht, dass die anderen Partner Kapital in einer ähnlichen Größenordnung einbringen, ergibt das ein Investitionsvolumen von 800 Mio. bis zu 1 Mrd. Euro.
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Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien versteht sich als zuverlässiger Partner der heimischen Bauern. Die Produktion von nachwachsenden Rohstoffen für die Energiegewinnung ist eine wichtige Ergänzung für die bäuerlichen Einkommen.
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Für Raiffeisen sind nachhaltiges Wirtschaften und Umweltschutz unabdingbar.
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Mit der Produktion nachwachsender Rohstoffe können Bracheflächen wieder in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden.
- Mit den Investitionen in die entsprechenden Umwelt-Technologien wird die Wirtschaft belebt und werden Arbeitsplätze in der Region gesichert sowie weitere geschaffen.
- Es geht um die Sicherung der Ressource Energie.
>>> Bilder der Bilanzpressekonferenz am 23. Mai 2006
Rückfragen an:
Dr. Michaela Stefan-Jandl
Raiffeisen-Holding NÖ-Wien
Tel.: 01-21136-2419
michaela.stefan@rh.raiffeisen.at

