Raiffeisen-Gruppe Medicur beteiligt sich an Österreichischer Rundfunksender GmbH & Co KG (ORS) zurück

Raiffeisen-Gruppe Medicur beteiligt sich an Österreichischer Rundfunksender GmbH & Co KG (ORS)

(Wien, 15. Juli 2005) Am 11. Juli 2005 wurde die Geschäftsführung des ORF vom Stiftungsrat ermächtigt, mit der Medicur Holding GmbH Endverhandlungen über die Veräußerung von Anteilen an der Österreichischen Rundfunksender GmbH & Co KG (ORS) aufzunehmen. Die Verhandlungen wurden erfolgreich zum Abschluss gebracht. ORF-Generaldirektorin Dr. Monika Lindner und die Medicur-Geschäftsführer Mag. Erwin Hameseder und Dr. Ferdinand Maier unterzeichneten am Donnerstag, dem 14. Juli 2005, im ORF-Zentrum Wien den Vertrag über die Beteiligung der Medicur an der ORS.

Vorbehaltlich der Genehmigung der Kartellbehörden erwirbt nun die Medicur-Gruppe, die im Verkaufsverfahren als Bestbieter hervorgegangen ist, 40 Prozent an der ORS. Über die Kaufpreishöhe wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Medicur-Holding Gesellschaft m. b. H. ist ein Unternehmen der Raiffeisen-Gruppe, im Eigentum der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien als Hauptgesellschafterin sowie der RZB und UNIQA. Sie hält in ihrem Portfolio wesentliche Beteiligungen an Medienunternehmen in den Bereichen Print, Privat-TV sowie Außenwerbung.

ORF-Generaldirektorin Dr. Monika Lindner: "Wir sind sehr froh, dass wir mit dieser Beteiligung einen österreichischen Partner gefunden haben. Das stellt sicher, dass das österreichische Sendernetz mit rund 1.800 Sendern an fast 500 Standorten rot-weiß-rot, also österreichisch, bleibt. Gemeinsam wollen wir uns der großen Aufgabe der Digitalisierung des terrestrischen Sendernetzes stellen."

Mag. Erwin Hameseder, Geschäftsführer der Medicur: "Wir freuen uns, dass eine österreichische Lösung zu Stande gekommen ist und wir uns gegen starke ausländische Mitbewerber durchsetzen konnten. Die Beteiligung an der ORS ist für uns ein weiterer wesentlicher Erfolgsbaustein in der Umsetzung unserer Medienstrategie. Unser Ziel st es, mit der ORS alle Synergien zu nützen und gemeinsam mit dem ORF neue Märkte, insbesondere in Zentral- und Osteuropa, zu erschließen."

Am 15. Juli hat der ORF ein Angebot für 75,1 Prozent der Anteile des ungarischen Sendetechnikunternehmens Antenna Hungaria gelegt. Ziel des Einstiegs ist, durch das Zusammenführen der Antenna Hungaria und der ORS eine Schlüsselfunktion in der mitteleuropäischen Sendertechnik zu erlangen und die Entwicklung des Marktes aktiv mitzugestalten. Die strategische Vision ist, am laufenden Konsolidierungsprozess im Bereich der Rundfunksendernetze in Zentral- und Osteuropa teilzunehmen und die Aktivitäten der ORS ins benachbarte Ausland auszuweiten.

Dr. Alexander Wrabetz, Kaufmännischer Direktor des ORF, stellt fest, dass mit der Beteiligung eines starken Partners die Neustrukturierung der ORF-Sendetechnik erfolgreich abgeschlossen und gleichzeitig der Grundstein für eine internationale Wachstumsstrategie gelegt wird. Besonders erfreulich sei, dass dieser Prozess der Neugründung der ORS mit Jahresbeginn und der daran anschließenden Partnersuche unter Einhaltung international üblicher Standards in kurzer Zeit durchgeführt werden konnte und das positive Ergebnis eine sehr breite Zustimmung im Stiftungsrat fand.

Die ORS-Geschäftsführer sind Ing. Karl Fischer und Mag. Michael Wagenhofer - betreibt für den ORF 1.795 Sendeanlagen an 477 Standorten und ist auch als Rundfunk-Dienstleister für zahlreiche private Fernseh- und Radioanbieter tätig. Weiters bietet die ORSServices im Bereich der Standortmitbenutzung und fungiert als Dienstleister im Rundfunk-Satellitenbereich. Die rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ORS verfügen über ein in Österreich einzigartiges Know-how im Bereich der Rundfunk-Sendetechnik.