Raiffeisen-Zinsgespräch 2010 zurück
Finanzmärkte in Europa und den USA erholen sich langsam
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Dr. Lydia Kranner von der Raiffeisen Zentralbank, Wien, und Dir. Reto Huenerwadel, Senior Economist der UBS Investmentbank, Zürich, verwiesen darauf, dass die Finanzmärkte in Europa und den USA bereits einiges an Terrain gutgemacht haben, die Rezession scheint überwunden. Hingegen sind die Budgets vieler Staaten durch enorme Defizite belastet, was durch gesunkene Steuereinnahmen verstärkt wird. Motor der Weltwirtschaft werden 2010 weiterhin China, Indien und Brasilien sein.
Die beiden Spezialisten führten aus, dass aktuell keine Inflation zu befürchten sei, auch das Zinsniveau wird sich bis gegen Ende 2010 nur wenig nach oben bewegen. Dir. Reto Huenerwadel von der UBS sieht den Schweizer Franken 2010 unter Aufwertungsdruck, die Schweizer Nationalbank dürfte im Interesse der Schweizer Exportwirtschaft dagegen halten.
Solide Regionalität
Betriebsökonom Wilfried Hopfner, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg, verwies in seiner Begrüßung darauf, dass die regionalen Banken die Finanzkrise nicht verursacht hätten. Hopfner: „Im Gegenteil, wir sind auch Betroffene davon.“
„Bank ist nicht gleich Bank“, so Hopfner weiter. Im Gegensatz zu den Global Playern ist das Geschäftsmodell der Raiffeisenbanken wertorientiert und von solider Regionalität geprägt. Grundsätzlich sollten Geldanleger nicht nur auf den möglichen Ertrag achten, sondern auch Wert auf Sicherheit legen und sich den Geschäftspartner genau anschauen.



