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Raiffeisen Vorarlberg mit deutlich verbessertem Ergebnis für 2009 zurück

A1 Rating von Moody's für Raiffeisenlandesbank Vorarlberg

v.l. n. r. Vorstandsdirektor Mag. Richard Erne, Raiffeisenbank Feldkirch, Dr. Johannes Ortner, Vorstandsvorsitzender Stellvertreter der RLB, Betriebsokonom Wilfried Hopnfer, Vorstandsvorsitzender der RLB, Mag. Michael Alge, Vorstandsmitglied der RLB   

Ein erfreuliches Ergebnis meldet die Raiffeisen Bankengruppe Vorarlberg für 2009. Die Bilanzsumme hat sich auf 10,6 Mrd. Euro erhöht, die Spareinlagen und die durch Kunden gezeichneten Eigenemissionen stiegen um knapp 5 % auf 6,7 Mrd. Euro an. Zudem beweist das A1-Rating für die Raiffeisenlandesbank, ausgestellt von der renommierten internationalen Rating-Agentur Moody’s Investor Service, die herausragende Position von Raiffeisen in Vorarlberg.

Auch im kritischen Bankenjahr 2009 leisteten die 24 autonomen Raiffeisenbanken sowie die Raiffeisenlandesbank (RLB) Vorarlberg einen entscheidenden Beitrag zur Stärkung der Region. Darauf verweist der Vorstandsvorsitzende der RLB, Betriebsökonom Wilfried Hopfner. Durch die Spareinlagen der Mitglieder und Kunden war es den Vorarlberger Raiffeisenbanken wieder möglich, heimische Haushalte und Unternehmen mit Krediten zu versorgen. Die Entwicklung der vergangenen 18 Monate zeigt aber deutlich, wie wichtig ein gesunder Anteil an Eigenmitteln für ein gedeihliches Wachstum ist.

10 Mrd. Euro Kundenvermögen
Das für die Kunden von Raiffeisen verwaltete Vermögen überstieg erstmals die Grenze von 10 Mrd. Euro, es wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 %. Reduzierte Zinserträge führten zu einem leichten Rückgang der Betriebserträge, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit allerdings verbesserte sich auf 45 Mio. Euro.

Mehr Kredite und Eigenmittel
Die Kreditsumme der Raiffeisen Bankengruppe ist im Jahr 2009 um 4,2 % gestiegen. Erheblich gestärkt wurden die Eigenmittel der Vorarlberger Raiffeisenbanken, die sich um knapp 5,6 % auf 715 Mio. Euro erhöhten.

A1-Rating für die Raiffeisenlandesbank Vorarlberg
Erstmals hat sich die Raiffeisenlandesbank Vorarlberg dem umfassenden Prüfungsverfahren von Moody’s unterzogen, einer der größten und bekanntesten Ratingagenturen der Welt. Die starke Marktposition in Vorarlberg, die gute Ausstattung mit Eigenkapital, konstante Ertragsentwicklung und positiver Ausblick waren entscheidend für die erfreulich gute Benotung durch erfahrene Spezialisten.

Neue Richtlinien für Frankenkredite
Endfällige Frankenkredite mit Aufbau eines Tilgungsträgers gehören endgültig der Vergangenheit an, so Mag. Richard Erne, Vorstandsdirektor der Raiffeisenbank Feldkirch bei der Bilanzpräsentation. Grundsätzlich keine Änderungen gibt es für bestehende Franken-Kredite. Hier empfiehlt ERNE den regelmäßigen Kontakt mit dem Bankbetreuer.

Vorsichtiger Optimismus bei Firmenkunden
Als regionale Wirtschaftsbank schätzt die Raiffeisenlandesbank die Wirtschaftslage in Vorarlberg vorsichtig optimistisch ein. Dr. Johannes Ortner, stv. Vorstandsvorsitzender, erinnert an die erfreulich robuste Struktur der heimischen Wirtschaft. Die vielen Familienbetriebe haben in dem schwierigen Umfeld erheblich erfolgreicher agiert als das anonyme Eigentümer meist tun. Die RLB konzentriert sich besonders auf die Top 250 im Land und steht mit 55 % dieser Unternehmen in Geschäftsbeziehungen. Trotz verständlicher Zurückhaltung bei Neuinvestitionen konnte das Kreditvolumen im Bereich Firmenkunden  im Vorjahr um 15 % gesteigert werden. Zahlreiche Unternehmen im Land setzen auf die RLB, weil Nähe  und das umfassende Know-how der Spezialisten in der RLB viele Vorteile bringt.

Partner der Gemeinden – Beispiele für regionale Verantwortung
Anhand von 2 Beispielen erläutert Dr. Ortner die Initiative von Raiffeisen zur Kommunalberatung. Einmal geht es um Projekt- und Strukturentwicklung in Sulzberg. Dort wird gemeinsam mit der örtlichen Raiffeisenbank und der Gemeinde Vorsorge für eine gedeihliche wirtschaftliche Entwicklung getroffen. Dazu gehören die Sicherung von Gewerbegebieten ebenso wie von Bauland für Wohnungen. Ein zweites erfolgreich gestartetes Vorhaben betrifft das Große Walsertal. Auch hier geht es um Standortsicherung für neue Betriebe.

Regionalbanken nicht überfordern
Nach dem Untergang von Banken wie Lehman Brothers mussten Staaten und Aufsichtsbehörden reagieren, so Vorstandsmitglied Mag. Michael Alge, RLB. "Basel III", die derzeit verhandelte Direktive, wird deshalb höhere Anforderungen an die Eigenmittel– und Liquiditätsausstattung der Banken mit sich bringen. Mag. Alge warnt allerdings davor, die Regionalbanken zu überfordern, umso mehr als diese ja auch Opfer und nicht Verursacher der internationalen Finanzkrise sind. "Es ist unmöglich, dass die Banken zur gleichen Zeit höhere Eigenmittelreserven aufbauen, eine zusätzliche Bankensteuer bezahlen und dennoch die Volkswirtschaft mit den erforderlichen Krediten versorgen."

Die zu erwartenden Bestimmungen von Basel III werden nicht nur die Banken, sondern vor allem auch die Kunden betreffen. Im Namen von Raiffeisen gibt Mag. Alge der Hoffnung Ausdruck, dass die zukünftigen Vorschriften zwischen reinen Investmentbanken und regionalen Finanzdienstleistern wie Raiffeisen unterscheiden werden.

Kennzahlen in Mio. EUR 
(derzeitiger Stand der Jahresabschlussarbeiten)

2009

2008

Veränderung

Bilanzsumme (konsolidiert)

10.644

10.536

+ 1,0%

Einlagen von Kunden*

6.678

6.371

+ 4,8%

Foderungen an Kunden

5.871

5.775

+ 1,7%

Eigenmittel (konsolidiert)

715

677

+ 5,6%

Verwaltetes Kundenvermögen

10.253

9.796

+ 4,7%

 
Betriebsergebnis

98,1

111,5

- 12,0%

Ergebnis nach Risiko (EGT)

45,0

26,3

+ 71,1%

*inkl. Eigenemissionen