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| Betriebsergebnis steigt um 7,1 Prozent |
| Kreditrisikovorsorgen um 379 Prozent erhöht |
| Bilanzsumme beträgt 79,9 Mio. Euro |
| Alle angeführten Zahlen gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS) |
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Die Raiffeisen International Bank-Holding AG, Teil des Konzerns der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB), erwirtschaftete im ersten Quartal 2009 einen Konzern-Periodenüberschuss (nach Steuern und Minderheiten) von 56 Mio. Euro, was einem Minus von 77,9 Prozent im Vergleich zur selben Periode des Vorjahres entspricht (Q1 2008: 254 Mio. Euro). Der wesentliche Grund für den Rückgang des Konzern-Periodenüberschusses war die Erhöhung der Kreditrisikovorsorgen um 379 Prozent im Jahresvergleich auf 445 Mio. Euro (Q1 2008: 93 Mio. Euro). Der Periodenüberschuss vor Steuern sank um 77,4 Prozent auf 84 Mio. Euro (Q1 2008: 370 Mio. Euro), während sich der Periodenüberschuss nach Steuern um 77,2 Prozent auf 64 Mio. Euro (Q1 2008: 279 Mio. Euro) verringerte.
Operatives Ergebnis steigt trotz Krise um sieben Prozent
Im ersten Quartal 2009 erreichte das Betriebsergebnis 536 Mio. Euro und wuchs damit um 7,1 Prozent gegenüber der gleichen Periode des Vorjahres (Q1 2008: 501 Mio. Euro). Die Betriebserträge stiegen gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um zwei Prozent oder 24 Mio. Euro auf 1,1 Mrd. Euro. Für diesen relativ geringen Anstieg waren nicht nur die Währungseffekte verantwortlich, sondern auch eine Reihe von Auswirkungen der globalen Finanzkrise, insbesondere deutlich erhöhte Refinanzierungsaufwendungen.
„Angesichts der konjunkturellen Verschlechterung haben wir die Kreditrisikovorsorgen in einigen Ländern deutlich angehoben. Trotzdem ist es uns dank unseres Geschäftsmodells und unserer Ertragskraft auch im ersten Quartal gelungen, die Folgen der globalen Rezession, die nun auch unseren Heimmarkt CEE voll erfasst haben, abzufedern“, sagte Herbert Stepic, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen International.
Die wichtigste Ertragskomponente blieb auch 2009 der Zinsüberschuss, der gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um acht Prozent von 711 Mio. Euro auf 767 Mio. Euro wuchs. Aufgrund der erhöhten Refinanzierungskosten lag der Anstieg damit unter jenem der durchschnittlichen Bilanzsumme in Höhe von elf Prozent. Die Nettozinsspanne des Konzerns fiel daher erstmals nach einer langen Periode des Wachstums gegenüber dem Vergleichszeitraum 2008 um 12 Basispunkte auf 3,71 Prozent.
Bilanzsumme von Währungsabwertungen beeinflusst
Die Bilanzsumme erreichte zum 31. März 2009 79,9 Mrd. Euro. Damit lag sie um 6,5 Prozent oder 5,5 Mrd. Euro unter dem Niveau zum Jahresende 2008. Der Rückgang resultierte zum überwiegenden Teil aus Währungsabwertungen. Konsolidierungskreisänderungen hatten keinen nennenswerten Einfluss auf die Entwicklung der Bilanzsumme.
Aktivseitig wird die Bilanzsumme in der Raiffeisen International weiterhin von den Forderungen an Kunden dominiert. Auch wenn diese mit vier Prozent oder 2,2 Mrd. Euro gegenüber dem Jahresultimo rückläufig waren, so nahmen sie nach Abzug der Kreditrisikovorsorgen weiterhin einen Anteil von 67 Prozent (plus ein Prozentpunkt) an den Bilanzaktiva ein. Die Forderungen an Kreditinstitute beliefen sich zum Quartalsende auf sieben Mrd. Euro. Das bedeutete einen Rückgang von 22 Prozent oder zwei Mrd. Euro gegenüber dem Wert zum Jahresende 2008.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sanken im Vergleich zum Jahresende 2008 um sieben Prozent oder 3,3 Mrd. Euro auf 40,9 Mrd. Euro. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gingen seit Jahresbeginn um fünf Prozent oder 1,2 Mrd. Euro auf 25,0 Mrd. Euro zurück. Der überwiegende Teil des Rückgangs entfiel mit 0,9 Mrd. Euro auf langfristige Finanzierungen.
Währungsbedingte Belastungen des Eigenkapitals
Die durch die internationale Finanzkrise ausgelösten Turbulenzen auf den Weltmärkten hatten sich in Zentral- und Osteuropa im vierten Quartal 2008 zunächst durch erhebliche Währungsabwertungen einiger CEE-Währungen ausgewirkt. Die Raiffeisen International war davon 2008 durch Bewertungsverluste im Eigenkapital betroffen. Wechselkursrückgänge beim russischen Rubel, beim polnischen Zloty sowie beim ungarischen Forint belasteten das Eigenkapital der Raiffeisen International im ersten Quartal 2009 um weitere rund 370 Mio. Euro.
Der Anteil der Eigenmittel – bestehend aus Eigen- und Nachrangkapital – an der Bilanzsumme stieg geringfügig auf zehn Prozent (plus ein Prozentpunkt). Das Nachrangkapital stieg um zwei Prozent gegenüber dem Jahresende 2008, während das Eigenkapital um fünf Prozent oder 0,3 Mrd. Euro zurückging.
Kundenanzahl steigt weiter
Die Anzahl der Geschäftsstellen belief sich per Quartalsende auf 3.208. Dies bedeutet einen Zugang von netto 174 Geschäftsstellen gegenüber der Vergleichsperiode 2008. Seit Jahresbeginn 2009 wurden in der Raiffeisen International infolge von Effizienzsteigerungsmaßnahmen per Saldo 23 Geschäftsstellen geschlossen.
Die Anzahl der Kunden stieg mit 14,9 Mio. leicht gegenüber den 14,7 Mio. Kunden per 31. Dezember 2008.
Der Zwischenbericht zum ersten Quartal 2009 ist unter http://zb012009.ri.co.at abrufbar.
14. Mai 2009
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