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Die Fakten zur Pensionszukunft
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Die Geburtenrate sinkt, wir werden immer älter. Die Devise lautet künftig: Weniger vom Staat, mehr privat. |
1. Der Generationenvertrag
Die staatlichen Renten werden in Österreich aus dem Umlageverfahren finanziert. Die Erwerbstätigen bezahlen Pensionsbeiträge, die zur Finanzierung der Renten der derzeitigen Pensionisten verwendet werden. Eine Generation sorgt somit für die nächste und wird von den nachfolgenden Generationen selbst im Alter erhalten.
2. Steigende Lebenserwartung
Erfreulicherweise steigt unsere Lebenserwartung stetig. 2030 wird die Restlebenserwartung mit 60 Jahren bei Männern mit 23,5 und bei Frauen mit 28 Jahren liegen. Die durchschnittliche Lebenserwartung betrug 1970 70 Jahre, 2050 wird sie bei 83 Jahren für Männer und 88 Jahren für Frauen liegen. Der Anteil der älteren Menschen nimmt somit zu.
3. Sinkende Geburtenrate
Die Geburtenrate sinkt weiter. 1963 kamen noch 135.000 Kinder zur Welt. 2030 werden es nur noch rund 71.000 sein. Österreichs Bevölkerung wird schrumpfen.
4. Österreich altert
Weniger Geburten und steigende Lebenserwartung führen zu einer demografischen Verschiebung in Österreich. Der Anteil der Erwerbstätigen an der Bevölkerung sinkt, jener der Älteren steigt. Nur noch rund 990.000 Österreicher werden 2050 zwischen 18 und 29 Jahre sein. Rund drei Millionen Österreicher werden 2050 über 60 Jahre alt sein. Es wird dann um 226 Prozent mehr über 80-Jährige geben als derzeit.
5. Steigender Bundeszuschuss
Die Pensionsbeiträge der Erwerbstätigen allein reichen bereits derzeit nicht aus um die Pensionen zu finanzieren. Der Staat schießt rund 25 Prozent zu den Pensionsleistungen bzw. über 12 Milliarden Euro zu. Österreich wendet über 47 Prozent seiner gesamten Sozialaufwendungen für die Alters- und Hinterbliebenenversorgung auf.
Die Folgen
- Wenn die Geburtenrate sinkt, sinkt auch der Anteil Erwerbstätiger.
- Wenn die Österreicher immer älter werden, steigt die Zahl der Pensionisten und die Pensionsbezugsdauer.
- Immer weniger Erwerbstätige müssen eine größere Zahl an Pensionsempfängern finanzieren.
- Die Erwerbstätigen müssten mehr Beiträge zahlen, der Bundeszuschuss würde sich weiter drastisch erhöhen.
- Ein ungebremster Bundeszuschuss ist wegen der Einhaltung der EU-Budgetvorgaben nicht möglich.
Die Konsequenz
- Die derzeitigen Pensionsbestimmungen sind künftig nicht mehr finanzierbar.
- Pensionsreformen sind nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa notwendig.
- Reform bedeutet in jedem Fall eine finanzielle Verschlechterung der staatlichen Leistungen.
- Die Pensionslücke zwischen aktivem Erwerbseinkommen und staatlicher Rente wird größer.
- Wer sich in seiner Pension einen gewissen Lebensstandard sichern will, muss zusätzlich auch privat vorsorgen.
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