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Ihr Konto gibt Vollgas zurück

So profitieren Sie von schnelleren Überweisungsfristen

 Für Überweisungen von einem Konto gibt es im gesamten EWR-Raum garantierte Fristen. Erfahren Sie, was das Zahlungsdienstegesetz für Kontoinhaber bringt.

Die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion ist seit 1. November 2009 auch im Zahlungsverkehr Realität. An diesem Tag ist das so genannte Zahlungsdienstegesetz (ZaDiG) in Kraft getreten. Was technisch und juristisch klingt, hat für alle Kontoinhaber ganz handfeste Vorteile: Es gibt dadurch transparente Regelungen für europaweite Zahlungsdienstleistungen. Überweisungen werden schneller durchgeführt bzw. wertgestellt. Und auch bei den Kündigungsfristen gibt es neue Bestimmungen. Lesen Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen im Überblick. 

Welche Vorteile haben Kontoinhaber?

  • Online Banking ist noch schneller
    Seit Anfang 2012 betragen die Ausführungsfristen beim Online Banking maximal einen Geschäftstag. Das bedeutet: Wenn der Betrag heute überwiesen wird, muss er spätestens morgen am Konto sein. Bei beleghaften Überweisungen (Erlagschein) ist die Ausführungsfrist um einen Tag länger.
  • Frühere Wertstellung
    Zahlungseingänge werden am Kundenkonto mit dem Buchungsdatum valutiert. Damit gibt es schon früher Habenzinsen.
  • Mehr Informationen
    Seit Inkrafttreten des Zahlungsdienstegesetzes gibt es eine monatliche Auflistung der verrechneten Entgelte. Über die Ablehnung bzw. Nichtdurchführung von Zahlungsaufträgen wird der Kontoinhaber so rasch wie möglich informiert.
  • Haftung im Missbrauchsfall
    Im Fall eines Missbrauchs beim Online-Banking bzw. bei Kartentransaktionen ist die Haftung für den Kunden noch weiter beschränkt.
  • Kontokündigung
    Hier gibt es neue Kündigungsfristen. Bereits verrechnete Gebühren werden anteilsmäßig zurückgezahlt. Eine kostenlose Kündigung ist künftig per Monatsende möglich.

Welche Zahlungsdienstleistungen sind betroffen?
Der Anwendungsbereich des Zahlungsdienstegesetzes umfasst Girokonten, Debitkarten, Kreditkarten, Online-Banking, alle Überweisungen (sowohl In- als auch Auslandsüberweisungen, auch Daueraufträge), Kartenzahlungen und Lastschriften sowie Bareinzahlungen auf ein Konto bzw. Barauszahlungen von einem Konto.

Wo gelten die neuen Bestimmungen?
Der Geltungsbereich umfasst alle Staaten der Europäischen Union plus die EFTA-Mitgliedsländer Island, Liechtenstein und Norwegen. Im EFTA-Mitgliedsland Schweiz, das nicht am EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) teilnimmt, gelten die Bestimmungen nicht.

Auf welche Währungen wird das Gesetz angewendet?
Das Zahlungsdienstegesetz gilt für den Euro bzw. alle anderen Währungen innerhalb des EWR-Raumes.

Wollen Sie weitere Details wissen? Alle Änderungen sind in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen Ihrer Raiffeisenbank eingearbeitet. Sie können aber auch jederzeit Ihren Raiffeisenberater kontaktieren. Stellen Sie einfach online eine Frage und nutzen Sie dazu das Mailboxformular im rechten Servicebereich.