Serie "Frauen, die bewegen"

Interview mit Mag. Sigrid Burkowski, Leiterin der Abteilung Legal Corporate Governance

Mag. Sigrid Burkowski, Leiterin der Abteilung Legal Corporate Governance

Mag. Sigrid Burkowski
Leiterin der Abteilung Legal Corporate Governance

„Eine Powerfrau ist eine Frau, die mit Kraft und Begeisterung ihre Aufgaben erfüllt!“

In der Raiffeisenlandesbank OÖ beweisen Frauen tagtäglich, dass Kinder kein Karrierehindernis sind. Eine davon ist Mag. Sigrid Burkowski, Leiterin der Abteilung Legal Corporate Governance. Die 47-Jährige ist dabei unter anderem verantwortlich für die Einhaltung wertpapierrechtlicher Regelungen sowie für die Geldwäschebekämpfung. Als zweifache Mutter profitierte sie bei ihrem Werdegang besonders von den flexiblen Arbeitszeitmodellen der Raiffeisenlandesbank OÖ.

Welches Bild haben Sie von einer Powerfrau?
Eine Powerfrau ist für mich nicht unbedingt eine Frau, die nur im Beruf erfolgreich ist oder Familie hat, sondern eine Frau, die mit Kraft und Begeisterung ihre Aufgaben erfüllt. Es kommt dabei nicht darauf an, wie viel man verdient oder welche Titel man hat.

Sie hatten ja auch einen interessanten Werdegang in der Raiffeisenlandesbank OÖ.
Ja, zunächst bin ich nach meinem JUS-Studium, der Geburt meiner beiden Kinder und anderen beruflichen Tätigkeiten als Teilzeitkraft eingestiegen und hatte dann die Möglichkeit, meine Stunden individuell aufzustocken. Seit 2006 arbeite ich Vollzeit und habe damals gleichzeitig die Leitung der Abteilung übernommen. Mittlerweile bin ich bereits seit 15 Jahren im Unternehmen.

Und wie haben Ihre Kinder Ihre Berufstätigkeit erlebt?
Für die Kinder war das in der Regel kein Problem. Als die Kinder noch klein waren, war ich an den Nachmittagen überwiegend zuhause. Ich hatte die volle Unterstützung meiner Eltern und Schwiegereltern und auch mein Mann hat „Männernachmittage“ mit den Kindern gemacht, soweit es sein Beruf erlaubt hat. Jetzt sind beide Söhne erwachsen und stolz auf mich. Sie empfinden es als angenehm, sich auch fachlich mit mir austauschen zu können. Mein älterer Sohn studiert JUS, der jüngere Betriebswirtschaft. Und wenn ich mir die Entwicklung meiner Söhne ansehe, glaube ich nicht, dass sie irgendwo gelitten haben.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?
Der Abwechslungsreichtum! Meine Arbeit ist immer spannend, sowohl was die Aufgaben betrifft als auch die Tatsache, dass man mit sehr vielen Personen im Konzern bzw. auch in der Raiffeisenbankengruppe OÖ zu tun hat. Das ist auch fachlich fordernd, denn es gibt ständig neue gesetzliche Bestimmungen, die einzuhalten und umzusetzen sind.

Braucht man als Führungskraft spezielle Fähigkeiten?
Zum einen Einfühlungsvermögen, zum anderen sollte man seinen Mitarbeitern klar kommunizieren können, welche Leistungen verlangt werden und ein Umfeld bieten, das diese Leistungen aus ihrer Sicht möglich macht. Bei meinen Mitarbeitern verlange ich außerdem eine gewisse Regelmäßigkeit.

Gibt es denn in Ihrer Abteilung viele Teilzeitkräfte?
Ein Drittel meiner Mitarbeiter sind Teilzeitkräfte mit unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen. Daher müssen klare Spielregeln festgelegt werden und es bedarf einiges an Disziplin und Kommunikation zwischen allen Mitarbeitern.

Gehört Selbstverwirklichung im Beruf und im privaten Umfeld zusammen?
Für mich persönlich muss beides passen – Beruf und Familie. Erfolg im Beruf ist sicher ein Teil der Selbstverwirklichung. Aber das familiäre Umfeld ist mindestens genauso wichtig. Es muss sich eine innere Zufriedenheit ergeben. Ich brauche das Gefühl, ein Leben zu leben, das den eigenen Bedürfnissen und Begabungen entspricht. Mir war es immer ein Anliegen, Beruf und Familie zu verbinden.

Haben Sie einen Tipp für Frauen, die Kind und Karriere vereinen wollen?
Frauen sollten mehr Mut und Freude an ihrem Tun haben. Wenn man immer nur das sieht, was man nicht hat, ist das nicht förderlich.

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