1898 Das Gründungsjahr
400 niederösterreichische Raiffeisenkassen, die seit 1886 nach und nach entstanden waren, gründeten die RLB, um eine gemeinsame Geldausgleichstelle zu schaffen. Die Landesverwaltung unterstützte das Vorhaben wohlwollend. Am 10. Oktober 1898 wurde das Gründungsprotokoll unterfertigt.
Am 1. Jänner 1899 nahm die RLB unter dem Namen "Nö Genossenschafts-Centralcasse" in einem Büro im niederösterreichischen Landhaus - mit nur einem Mitarbeiter - ihren Betrieb auf.
1914 - 1918 Der 1. Weltkrieg
Die zahlreichen landwirtschaftlichen Genossenschaften waren mit Hilfe der Zentralkasse zu einem starken Wirtschaftsfaktor geworden. Im 1. Weltkrieg kam ihnen eine wichtige Rolle für die Versorgung der Bevölkerung zu.
Die Raiffeisenkassen und die Zentralkasse wurden als Zeichnungsstellen für Kriegsanleihen in die Kriegsfinanzierung eingebunden.
1918 - 1938 Die Erste Republik
Politische und wirtschaftliche Stürme stellten die Zentralkasse auf viele harte Proben. Die Nachkriegsinflation mit dem Zusammenbruch der Kronenwährung und österreichweite Bankenkrisen vermochte sie relativ unbeschadet zu meistern.
In den dreißiger Jahren gelang trotz Weltwirtschaftskrise und anhaltender Arbeitslosigkeit eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung. Der Matschakerhof in der Seilergasse in Wien wurde zum Zentrum der Raiffeisengenossenschaften.
1938 - 1945 NS-Herrschaft und 2. Weltkrieg
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Im Rahmen des massiven Werbeeinsatzes wurde sogar der Weltspartag als Kriegsspartag zweckentfremdet.
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1945 - 1955 Der lange Weg zur Freiheit |
Die Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebes nach dem Kriegsende 1945 gestaltet sich sehr mühevoll. In der Zentralkasse wurde der aufgeblähte Personalstand wieder reduziert und die Geschäftstätigkeit auf den angestammten Bereich zurückgeführt.
Der Staatsvertrag brachte Österreich 1955 die politische Freiheit, das Rekonstruktionsgesetz für Banken im selben Jahr die wirtschaftliche Freiheit. Für alle Bankengruppen begann ein Wettlauf um Marktanteile im erhofften Wirtschaftsaufschwung.
1955 - 1984 Gemeinsames Wachstum
Nach dem erfolgreichen Wiederaufbau begann eine Periode kontinuierlicher Aufwärtsentwicklung. Hand in Hand mit dem Wachstum der Raiffeisenkassen verzeichnete die Zentralkasse eine erfreuliche Geschäftsentwicklung. Dank der Unterstützung der Zentralkasse wuchsen die Raiffeisenkassen zu modernen Universalbanken, die sehr bald einen unverzichtbaren Bestandteil der niederösterreichischen Wirtschaft darstellten >
Für die Betreuung der Kunden auf dem Wiener Markt wurde 1961 die "Raiffeisenbank Wien" als Tochterbank gegründet.
1984 - 1998 Von der Zentralkasse zur Landesbank
Die Änderung des Firmenwortlautes auf "Raiffeisenlandesbank" im Jahr 1984 sollte den Verbundgedanken unterstreichen. Zu den traditionellen Ursprungsgeschäften, nämlich die Unterstützung der niederösterreichischen Raiffeisenbanken, waren längst weitere wichtige Gesschäftsfelder hinzugetreten. Die Betreuung von Kommerzkunden, institutionellen Großkunden sowie de > öffentlichen Hand waren eigene essentielle Geschäftsfelder der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien geworden. Das große Know-how der Spezialisten in der Raiffeisenlandesbank kommt auch den Raiffeisenbanken zugute, die mit deren Hilfe auch große Vorhaben ihrer Kunden umfassend betreuen können.
Im Sommer 1997 wurde die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien mit der Raiffeisenbank Wien verschmolzen, um den Wiener Markt verstärkt bearbeiten und gleichzeitig die Betreuungseffizienz für die niederösterreichischen Raiffeisenbanken weiter steigern zu können.
100-Jahr-Feier 1998
In Anwesenheit von mehr als 1.000 Ehren- und Festgästen feierte die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien im Festspielhaus in St. Pölten das Jubiläum ihres 100-jährigen Bestandes. Als Festredner ging der Wiener Alterzbischof Kardinal Franz König auf die Bedeutung der Ethik in der Wirtschaft ein und spannte damit den Bogen über die 100-jährige Geschichte der Raiffeisenlandesbank.
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Das zweite Jahrhundert Als wichtige Weichenstellung für die Zukunft erfolgte 2001 die weitgehende Trennung von Bankgeschäft und Beteiligungsgeschäft. Mit Beschluss der Generalversammlung vom 27. April 2001 wurde der bankgeschäftliche Teilbetrieb in eine Aktiengesellschaft eingebracht (Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien AG) und gleichzeitig die Genossenschaft in Raiffeisen-Holding NÖ-Wien umfirmiert. Damit wird sowohl die Transparenz erhöht als auch die Trennung zwischen Eigenkapital- und Fremdkapitalgeber für die Beteiligungen erreicht. Die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien AG steht nun zu 78,5% im Eigentum der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien reg.Gen.m.b.H., die restlichen 21,5% befinden sich im Direktbesitz der nö. Raiffeisenbanken. |
