Die Raiffeisen Bankengruppe

Die österreichische Raiffeisen Bankengruppe ist die größte Bankengruppe des Landes. Nahezu jeder zweite Österreicher ist Kunde einer Raiffeisenbank.

Die Raiffeisen Bankengruppe Österreich bildet mit 494 selbstständigen lokalen Raiffeisenbanken mit insgesamt 2.199 Bankstellen, acht regional tätigen Landeszentralen und der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) als Spitzeninstitut das dichteste Bankstellennetz des Landes. Rund 1,7 Millionen Österreicherinnen und Österreicher sind Mitglieder und damit auch Miteigentümer von Raiffeisenbanken. Mehr als 43 Prozent aller ÖsterreicherInnen sind Kunden einer Raiffeisenbank.

Als Universal-Bankengruppe offeriert Raiffeisen seinen Kunden ein umfassendes Allfinanz-Angebot. Dank des engen Verbundes der drei genannten Stufen und der spezialisierten Tochter- und Beteiligungsunternehmen der RZB ist es allen österreichischen Raiffeisenbanken möglich, dem individuellen Bedarf jeder Kundengruppe zu entsprechen und ein Allfinanzangebot "unter einem Dach" zu erbringen. Die RZB ist das Spitzeninstitut der Raiffeisen Bankengruppe Österreich und die Muttergesellschaft der Raiffeisen Bank International (RBI). Die RBI ist in Österreich auf das Kommerzbank- und Investment Banking-Geschäft spezialisiert, betreut die Top-1.000-Unternehmen des Landes und versteht sich als die Corporate Finance-Bank für diese Kundengruppe und als ein führender Anbieter bei Exportfinanzierungen.

Zum Allfinanz-Angebot der Raiffeisen Bankengruppe gehören auch die Finanzdienstleistungen von Raiffeisen-Spezialunternehmen, etwa jene der Wertpapierfonds-Gesellschaften Raiffeisen Capital Management, der Raiffeisen-Versicherung, der Raiffeisen-Leasing oder der Raiffeisen Bausparkasse, die in Österreich zu den Marktführern gehören.    
 

Eine Idee wird zum Erfolg.

Friedrich Wilhelm Raiffeisen

Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888) war Bürgermeister in einer von Hungersnöten und Armut geprägten Gemeinde im Westerwald. Er stellte sich die Aufgabe, die große wirtschaftliche Not der Bevölkerung zu lindern. 1862 schuf Raiffeisen einen Darlehenskassen-Verein und legte den Grundstein für die heute weltumspannende Organisation der Raiffeisengenossenschaften.


Raiffeisenbanken in Österreich

Nach Gründung der Raiffeisenkasse Mühldorf (NÖ) im Jahre 1886 gab es zehn Jahre später bereits 600 Spar- und Darlehenskassen nach dem System Raiffeisen.

Dem Beispiel Raiffeisen folgend gründeten die Einzelgenossenschaften regional tätige Landeszentralen (ab 1894).

Auf Bundesebene wurde im Jahre 1898 in Wien ein gemeinsamer Verband geschaffen, der heute den Namen 'Österreichischer Raiffeisenverband' trägt. Die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG wurde 1927 gegründet.

Seit mehr als 100 Jahren gibt es Raiffeisen in Österreich. Die österreichischen Raiffeisengenossenschaften haben sich im Laufe dieser Zeit den geänderten wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen angepasst, ohne aber ihre bewährten Grundsätze aufzugeben.

Wesen der Genossenschaft

Die wesentlichen Faktoren der Genossenschaftsidee sind:

  1. Selbsthilfe: Bereitschaft zur gegenseitigen Hilfe
  2. Selbstverwaltung: Im Rahmen der demokratischen Grundsätze entscheiden die Mitglieder selbst über ihre Genossenschaft.
  3. Solidarische Wirtschaftsgesinnung: mit einem gemeinsamen wirtschaftlichen Ziel auf der Basis des 'Füreinandereinstehens' (=Haftung)
  4. Nachhaltigkeit genossenschaftlichen Erfolgs: Das gemeinsame Ziel ist eine dauerhafte wirtschaftliche Verbesserung. Tageserfolge dienen diesem Ziel nicht immer.
  5. Subsidiarität: Die Kraft der Genossenschaft wird nur dort eingesetzt, wo die Kraft des Einzelnen nicht ausreicht und er daher Hilfe benötigt.
  6. Identitätsprinzip: Mitglieder (Mitunternehmer) und Kunden sind bei der Genossenschaft ident.

Das Giebelkreuz

Das Giebelkreuz ist für Raiffeisen kennzeichnend. Doch was bedeutet es eigentlich?

Das Giebelkreuz wurde früher am Dachgiebel zum Schutz der Bewohner des Hauses vor allen Gefahren angebracht. Die Raiffeisenorganisation hat dieses Schutzzeichen als Markensymbol gewählt, weil sich ihre Mitglieder durch den Zusammenschluss in der Genossenschaft vor wirtschaftlichen Gefahren selbst schützen.   

Die Raiffeisen Bankengruppe ist dreistufig aufgebaut. Die drei Stufen arbeiten nach dem Subsidiaritätsprinzip zusammen.

Die drei einzelnen Stufen sprechen jeweils andere Zielgruppen an:

  • Die Kunden der lokalen Raiffeisenbanken sind Privatpersonen, Freiberufler und KMU.
  • Die Landesbanken sprechen das mittlere Wirtschaftssegment (KMU), aber auch Großkunden an.
  • Die RZB fungiert als Drehscheibe zwischen Raiffeisen Österreich und der Raiffeisen Bank International (RBI) mit dem größten CEE-Netzwerk einer heimischen Bank. Die RBI ist in Österreich auf das Kommerzbank- und Investment Banking-Geschäft spezialisiert, betreut die Top-1.000-Unternehmen des Landes und versteht sich als die Corporate Finance-Bank für diese Kundengruppe und als ein führender Anbieter bei Exportfinanzierungen.

     

Wir begegnen ihnen täglich, egal, ob beim Fernsehen, Straßenbahn fahren oder Spazierengehen. Sie sind aus unserem Leben nicht mehr weg zu denken: die Marken.

Marken sind jedoch mehr als nur Wort- oder Bildlogos, die am Reißbrett entworfen und beworben werden. Man kann sie nicht einfach erfinden. Sie entstehen. Und zwar da, wo das Leben ist. Im alltäglichen Geschäft.

Das gemeinsame, alle Aktivitäten verbindende Zeichen der Raiffeisen-Gruppe ist das Giebelkreuz. Das Giebelkreuz ist ursprünglich das germanische Symbol für ein behütetes Haus und wurde früher am Dachgiebel zum Schutz der Bewohner vor allen Gefahren angebracht.

Die Raiffeisenorganisation hat dieses Schutzzeichen zu ihrem Symbol gewählt, weil sich ihre Mitglieder durch den Zusammenschluss in der Genossenschaft vor wirtschaftlichen Gefahren selbst schützen.